Parerga...
und Paralipomena


Titel und Inhalt der Rubrik
In dieser Rubrik finden Sie wechselnde und erweiterbare 'Zutaten und Ergänzungen' vor, wie z.B. gesonderte Mitteilungen (News), einen Rückblick auf das Gideon Spicker Symposion 2000, Empfehlungen zu philosophischer Einführungsliteratur sowie eine Reihe philosophischer Links. Der Titel 'Parerga und Paralipomena' soll die fortwährende Ergänzung und/oder Änderung der Rubrik gestatten und zugleich zum Ausdruck bringen, daß ihr Inhalt nicht lediglich als 'Sammelsurium' mißverstanden werden will.

Parerga:
- Plur. (griech.) (veraltet für Beiwerk, Anhang; gesammelte kleine Schriften) Aus: DUDEN, Bd. 1
- (griech. "Nebenwerke, Beiwerke"), kleine Schriften. Schopenhauer gab seiner Ergänzungsschrift zu seinem Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung" den Titel "P. und Paralipomena", Zutaten und Ergänzungen (Bde. 5 u. 6 der letzten Gesamtausg., hrsg. von A. Hübscher, 1947). Aus: Philosophisches Wörterbuch, hrsg. von Georgi Schischkoff, Stuttgart 1982 (Kröner).

Paralipomena:
-
Paralipomenon, das; -s, ...mena meist Plur. (griech.) (Literaturw. Ergänzung, Nachtrag; Randbemerkung) Aus: DUDEN, Bd. 1
- (griech. "Ausgelassenes"), Beiseitegelassenes, Nachträge. Aus: Philosophisches Wörterbuch, hrsg. von Georgi Schischkoff, Stuttgart 1982 (Kröner).

 

 


News  

Hier erscheinen regelmäßig gesonderte Mitteilungen.

 

Das Wirklichkeitsproblem in Transzendentalphilosophie und Metaphysik
25.-27. November 2011
Von der Heinrich Barth-Gesellschaft durchgeführte Tagung.
http://www.heinrich-barth.ch

 

Philosophicum Basel
Am 17./18. September 2011 wird das Philosophicum, ein "Entfaltungsort für Forschungsinitiativen, Bildungsangebote und kulturelle Veranstaltungen" neu eröffnet.
http://www.philosophicum.ch



Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte

Ein beachtliches und vielfältiges Programm bietet die Kueser-Akademie für Europäische Geistesgeschichte, Bernkastel-Kues.
http://www.kueser-akademie.de

 

Hermann Cohen und Heinrich Barth Im Spannungsfeld von Ursprungs- und Existenzphilosophie
Kolloquium am Samstag 31. Oktober 2009, 10.15 -17 Uhr Philosophisches Seminar der Universität, Nadelberg 6-8, Basel. Veranstalter: Hermann Cohen-Gesellschaft, Zürich, und die Heinrich Barth-Gesellschaft, Basel.
Für das Programm siehe die Homepage der Heinrich-Barth-Gesellschaft:

http://www.heinrich-barth.ch

 

Das Bild als Natur- und Weltanschauung bei Darwin und in seiner Zeit
2. - 4. Oktober 2009
Tagung organiert vom Institut für philosophische Bildung der Alanus Hochschule, in Kooperation mit dem „Zentrum für Europäische Studien“ der Universität Trier. Für das Programm siehe die Veranstaltungshinweise.
http://www.alanus.edu

 

Bulletin der Heinrich Barth-Gesellschaft
Neuere Ausgaben des Bulletin stehen als pdf-Dokument auch online zur Verfügung - siehe Rubrik Heinrich Barth-Gesellschaft.
http://www.heinrich-barth.ch

 

Cusanus-Portal
Neu: Elektronische Publikation der Opera omnia des Nikolaus von Kues mit Cusanus-Lexikon, Übersetzung und Bibliografie im Internet - im Aufbau befindlich
http://www.cusanus-portal.de

 

Veranstaltungen 2007/2008 des Instituts für Cusanus-Forschung, Trier
Fr., 30. Nov., bis So., 2. Dez. 2007 Internationales Kolloquium: „Neuplatonismusrezeption im Deutschen Idealismus“ in München. Veranstaltet von der Schelling-Forschungsstelle der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit dem Institut für Cusanus-Forschung.
Fr., 11. Jan. 2008 4. Vortrag im Rahmen der Reihe „Große Köpfe um Cusanus“ Prof. Dr. Wolfgang Christian Schneider (Hildesheim): „Das Denken im Malen Jan van Eycks“ Ort: Bibliothek des Priesterseminars, Zeit: 20.00 Uhr.
Mo., 28. Jan. 2008 Trierer Cusanus Lecture Prof. Dr. Alois Haas: „... das Letzte unserer Sehnsüchte erlangen“. Nikolaus von Kues als Mystiker" (vorläufiger Titel) Ort: Universität Trier, Hörsaal 1; Zeit: 18 h, c.t.
Mi. und Do., 27. und 28. Feb. 2008 Internationales Kolloquium an der Universität Metz (Prof. Dr. Marie-Anne Vannier) (in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-Forschung): „Trinität in der Rheinischen Mystik und bei Nikolaus von Kues“.
Fr., 7. März, bis So., 9. März 2008 Workshop für Studierende: „Cusanus und die Malerei des 15. Jahrhunderts“ mit PD Dr. Elena Filippi (Humboldt-Stipendiatin, München) und HD Dr. Harald Schwaetzer.
Fr., 11. April, bis So., 13. April 2008 Tagung der Internationalen Meister Eckhart-Gesellschaft (Prof. Dr. Georg Steer), organisiert vom Institut für Cusanus-Forschung und der Katholischen Akademie Trier: „Meister Eckhart und Nikolaus von Kues“.
Do., 31. Juli, bis So., 4. Aug. 2008 Internationaler Kongreß in Abo / Turku (Finnland) in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-Forschung, organisiert von Dr. Iris Wikström: „Subjektphilosophie im Werden bei Nicolaus Cusanus“.
Di., 19. Aug., bis Sa., 23. Aug. 2008 2. Internationaler Lateinamerikanischer Cusanus-Kongreß in Buenos Aires (zusammen mit dem Institut für Cusanus-Forschung), veranstaltet vom Circulo de Estudios Cusanos de Buenos Aires (Prof. Dr. J. M. Machetta / Prof. Dr. Claudia D’Amico).
August / September Von Mitte August bis Anfang September findet in Koblenz die jährliche Cusanus-Akademie statt, kombiniert mit der Ausstellung „De visione Dei. Vom Sehen zum Betrachten“ von Ekkehard Welkens. Veranstaltet wird die Akademie von Koblenzer Cusanus-Gymnasium und der evangelischen Kirchengemeinde in Koblenz, St. Florin, in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-Forschung.
23. bis 25. Okt. 2008 Internationales wissenschaftliches Cusanus-Symposion des Wissenschaftlichen Beirats der Cusanus-Gesellschaft in Trier: „De venatione sapientiae – Von der Jagd nach Weisheit“.

 

Cusanus-Oper
Uraufführung am 24. November 2007 im Theater Trier
http://www.cusanus-oper.de/index.html

 

9. bis 16. September 2007 Internationales Doppelsymposion in Brüssel und Bernkastel-Kues: Techniken der Visualisierung und Theorien des Sehens
Das Programm findet sich auf der Homepage des Instituts für Cusanus-Forschung, Trier:
http://www.cusanus.uni-trier.de

 

Veranstaltungen erste Jahreshälfte 2007 des Instituts für Cusanus-Forschung
Montag, 29. Januar 2007, 18.00 Uhr Dr. Fritz Nagel (Basel): Trierer Cusanus Lecture „Nikolaus von Kues - mathematicus theologus. Unendlich- keitsdenken und Infinitesimalmathematik“ Veranstaltungsort: Universität Trier, Hörsaal 1
Freitag, 23. Februar 2007, 20.00 Uhr 1. Vortrag im Rahmen der Reihe: „Große Köpfe um Cusanus“ Prof. Dr. Gianlucca Cuozzo (Turin): Cusanus und Alberti Ort: Bibliothek des Priesterseminares
Samstag, 3. März, bis Sonntag, 4. März 2007 Internationale und interdisziplinäre Tagung „Nikolaus von Kues als Europäer“ an der Katholischen Akademie Trier in Verbindung mit dem Cusanus-Studien-Zentrum der Universität Nijmegen (NL) und dem Centre Autonome d’Enseignement de Pédagogie Religieuse der Universität Metz; eine Veranstaltung im Rahmen von Luxemburg und Großregion: Kulturhauptstadt 2007 (siehe Homepage des Institutes).
Montag, 5. März 2007 „Nicolaus Cusanus: Europäer, Reformer, Rebell“. Studientag für SchülerInnen aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg, eine Veranstaltung im Rahmen von Luxemburg und Großregion: Kulturhauptstadt 2007, an der Katholischen Akademie Trier Mittwoch, 14. März, bis Freitag, 16. März 2007 Kongreß „L’Anthropologie chez Eckhart et Nicolas de Cues“ an der Universität Metz, veranstaltet von Frau Prof. Dr. Marie-Anne Vannier in Zusammenarbeit mit dem Institut für Cusanus-Forschung
Freitag, 23. März, bis Sonntag, 25. März 2007 Workshop für Studierende am Institut für Cusanus-Forschung. Thema: „Cusanus und Descartes"
Freitag, 20. April 2007, 20.00 Uhr Vortrag im Rahmen der Reihe „Cusanus und der deutsche Idealismus“. Prof. Dr. A. Franz (Dresden): Cusanus und Schelling. Ort: Bibliothek des Priesterseminares
Freitag, 27. April, bis Sonntag, 29. April 2007 3. Tagung junger Cusanusforscher/-innen veranstaltet von Dr. Arne Moritz (Institut für Philosophie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr. Franz-Bernhard Stammkötter (Institut für Cusanus-Forschung, Universität Trier) in Halle an der Saale. Thema: „Ars imitatur naturam“ (siehe Homepage des Institutes)
Freitag, 25. Mai 2007, 20.00 Uhr 2. Vortrag im Rahmen der Reihe: „Große Köpfe um Cusanus“ Prof. Dr. Paul-Richard Blum: Cusanus und Lorenzo Valla Ort: Bibliothek des Priesterseminares.

 

Neu: Website des Círculo de Estudios Cusanos de Buenos Aires (CEC)
http://www.circulocusano.com.ar
Seit September 2006 informiert diese Website über die Aktivitäten des CEC. Mit einer spanischen Bibliographie über Nicolaus Cusanus.

 

Oktober 2006 - eigene Angebote:

"Lebenskonzepte - Lebensentwürfe" (philosophische Werkstätte)
Im Rahmen der Trierer Kulturwoche für Familien, 29. September bis 03. Oktober 2006, Katholische Akademie Trier im Robert-Schumann-Haus, Termin: 02. Oktober 2006, 9:30 - 12:30 Uhr.
Informationen: http://kat-akademie.dioezese-trier.paulinus.de

Paul Jostock und Karl Marx. Ein christlicher Sozialreformer aus der Trierer Region auf der Suche nach einem dritten Weg (Vortrag)
Am Mittwoch, 18. Oktober 2006, 19.30 Uhr, im Museumscafé des Karl-Marx-Hauses, Brückenstraße 10, Trier. Mit anschließender Diskussionsmöglichkeit.
lnformationen: http://www.fes.de/marx

 

März 2006: Neuerscheinung zur Philosophie Hugo Dinglers
Wissenschaft und Leben. Philosophische Begründungsprobleme in Auseinandersetzung mit Hugo Dingler. Hg. Peter Janich. Bielefeld 2006. (Veröffentlichung anläßlich der Tagung zum 50. Todestag Hugo Dinglers, 2.-3. Juli 2004 in Marburg, Phillips-Universität) [transcript Verlag; ISBN 3-89942-475-1]

 

Aktualisierung des Schriftenverzeichnisses von Prof. Dr. Ulrich Hoyer
Da Herr Prof. Dr. Ulrich Hoyer dankenswerterweise die benötigten Ergänzungen zur Verfügung gestellt hat, konnte sein vollständiges Schriftenverzeichnis (siehe Rubrik 'Kolloquium', 'Leitung') erneut im Januar 2006 aktualisiert werden.

 

Heinrich Barth - Neuerscheinung
Von Christian Graf, Alice Loos und Harald Schwaetzer aus dem Nachlaß neu herausgegeben worden ist die Vorlesung von Heinrich Barth: Philosophie der theoretischen Erkenntnis. S. Roderer-Verlag, Regensburg 2005. (Philosophie Interdisziplinär, Bd. 14)

 

Veranstaltungen 2006 des Instituts für Cusanus-Forschung
Montag, 30. Januar 2006, 18.15 Uhr Cusanus-Lecture 2006: „Nikolaus von Kues und die Kraft des Wortes“ von Prof. Dr. João Maria André (Coimbra, Portugal) (Hörsaal 1 der Universität Trier); Freitag, 17. Februar 2006, 20.00 Uhr 1. Vortrag im Rahmen der Reihe "Cusanus und der deutsche Idealismus“: "’der Punkt sey der Kreis in seinem Chaos.’ Cusanische Kreisbildlichkeit“ von PD Dr. Paul Ziche, München Die Vorträge finden jeweils um 20 h in der Bibliothek des Priesterseminares statt; Freitag bis Sonntag, 24. bis 26. März 2006 Cusanus-Workshop für Studierende im Institut für Cusanus-Forschung zum Thema „Die Mathematik des Cusanus“ unter der Leitung von PD Dr. Gregor Nickel, Tübingen, und Dipl. Math. Tom Müller, Trier; Mittwoch, 10. Mai 2006 Kongreß "La doctrine sur l´église chez Eckhart et Nicolas de Cues“ an der Universität Metz, veranstaltet von Frau Prof. Dr. Marie-Anne Vannier in Zusammenarbeit mit dem Institut für Cusanus-Forschung; Freitag, 14. Juli 2006, 20.00 Uhr 2. Vortrag im Rahmen der Reihe "Cusanus und der deutsche Idealismus“: "Das Prinzip der Unendlichkeit von Cusanus bis Hegel“ von Prof. Dr. Dr. Claus-Arthur Scheier, Braunschweig; Mittwoch, 20. September, bis Freitag, 22. September 2006 Internationaler Kongreß mit dem Thema "Heritage of Nicolaus Cusanus and tradition of European philosophy“ an der Universität St. Petersburg, veranstaltet von der St.-Petersburg Society for Studies of Cultural Heritage of Nicolaus Cusanus at Faculty of Philosophy of the St. Petersburg State University und dem Institut für Cusanus-Forschung.

 

Zweiter Teil des Internationalen Wissenschaftlichen Cusanus-Doppel-Symposion
über die Sermones des Nikolaus von Kues, vom 20.-22. Oktober 2005 in Trier. Thema: Die Sermones des Nikolaus von Kues: Mehr als ein geistesgeschichtlich bedeutsames Erbe? Mehr Informationen zum Programm am Institut für Cusanus-Forschung, Domfreihof 3, 54290 Trier, Tel.: 0651/145510, e-mail: fuhrmann@uni-trier.de

 

Selbstanzeige - Zeyer, Kirstin: Erkenntnistheorie im 20. Jahrhundert, Neuerscheinung im Juni 2005
Meine im Oktober 2004 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angenommene Dissertation ist im Georg Olms Verlag Hildesheim erschienen. Nähere Informationen zu dem Buch finden Sie in der Rubrik Veröffentlichungen.

 

Cusanus-Workshop für Studierende vom 22. bis 24. Juli 2005
Der Albergati-Brief des Nicolaus Cusanus. Leitung: Dr. Kirstin Zeyer / Anja Ruzika / Tom Müller. Ort: Institut für Cusanus-Forschung, Trier. Teilnehmerzahl: max. 15 Pers.

Der Albergati-Brief: Am Dreifaltigkeitsfest des Jahres 1463 kleidete der Kardinal Nicolaus Cusanus einen Novizen von Montoliveto namens Nikolaus von Bologna mit dem Mönchshabitat ein. Bei dieser Gelegenheit übersandte er dem „eifrigen Jüngling“ auch einen Brief, in dem er ihn zum nötigen Fleiß in seinen künftigen Aufgaben ermahnte. Darüber hinaus enthält diese kleine Schrift, die zur Zeit am Institut für Cusanus-Forschung neu übersetzt und kommentiert wird, einen konzentrierten Überblick der cusanischen Philosophie. Deshalb wird dieser unter der Bezeichnung „Albergati-Brief“ bekannte Traktat von vielen Cusanus-Forschern als das Vermächtnis des Kardinals von St. Peter in Ketten angesehen. Auf unserem Workshop soll diese Schrift im ganzen gelesen und interpretiert werden.

Programm
Freitag, 22.07.05 Anreise 14.00 Uhr Beginn mit Kaffee und Kuchen 15.00 – 16.30 Uhr Einführung. Lektüre und Besprechung (1 – 11) Kaffeepause 17.00 – 18.30 Uhr Lektüre und Besprechung (12 – 21) Gemeinsam organisiertes Abendessen im Institut
Samstag, 23.07.05 9.00 – 10.30 Uhr Lektüre und Besprechung (22 – 29) Kaffeepause 11.00 – 12.30 Uhr Lektüre und Besprechung (30 – 43) Gemeinsam organisiertes Mittagessen im Institut 15.00 – 16.30 Uhr Lektüre und Besprechung (44 – 52) Kaffeepause 17.00 – 18.30 Uhr Lektüre und Besprechung (53 – 58) Gemeinsames organisiertes Abendessen im Institut
Sonntag, 24.07.05 9.00 – 10.30 Uhr Lektüre und Besprechung (59 – 72) Kaffeepause 11.00 – 12.30 Uhr Abschlußdiskussion Imbiß; Abreise.

Für nähere Informationen bzw. zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an das Institut für Cusanus-Forschung, Domfreihof 3, 54290 Trier. Tel: 0651/14551-0 Fax: 0651/14551-25 e-mail: cusanusf@uni-trier.de

 

Cusanus in der Geschichte des Platonismus, Freitag, 24. Juni 2005, 20.00 Uhr
Prof. Dr. William J. Hoye: Die Grenze des Wissens. Nikolaus von Kues in Auseinandersetzung mit der mystischen Theologie des Dionysius Areopagita.
Ort: Bibliothek des Priesterseminar, Jesuitenstr. 13, 54290 Trier.

 

Kolloquium zur Philosophie Heinrich Barths, Samstag, 11. Juni 2005, 10 Uhr
Veranstalter: Heinrich-Barth-Gesellschaft. Ort: Barocksaal des „Rollerhofs“, Münsterplatz 20, CH-4051 Basel. Es sind zwei Vorträge vorgesehen. Dr. Stefan Brotbeck (Basel): „Annäherung an die ‚transzendentale Transzendenz’“; Prof. Dr. Stephan Grätzel (Universität Mainz): „Die Öffnung der Geschichte durch die Phänomenologie Heinrich Barths“.

 

Cusanus in der Geschichte des Platonismus, Freitag, 29. April 2005, 20.00 Uhr
Prof. Dr. Johann Kreuzer: Der Geist als imago Dei. Cusanus und Augustinus.
Ort: Bibliothek des Priesterseminar, Jesuitenstr. 13, 54290 Trier.

 

5. Köwericher Akademische Tage
Soziale Gerechtigkeit - Zur Würdigung Paul Jostocks. 21.-24. April 2005 in Köwerich. Zum vollständigen Programm führt die Homepage der Köwericher Akademischen Tage:
http://www.koakta.de

 

Google Scholar (Tip!)
Ein speziell auf wissenschaftliche Recherche ausgelegtes Suchwerkzeug von Google (im Beta-Stadium):
http://scholar.google.com/

 

Hugo Dingler - Gesammelte Werke auf CD-Rom
Die gesammelten Werke Hugo Dinglers sind im Karsten Worm Verlag erschienen:
http://www.infosoftware.de/dingler.htm

Erhältlich ist die CD-Rom z.B. auch bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt (WBG).

 

Hugo Dingler Tagung 2./3. Juli 2004 in Marburg, Philipps-Universität
Die Tagung fand aus Anlass seines 50. Todestages (29.6.2004) statt. Ort: Senatssaal, Biegenstraße 12. Veranstalter: Prof. Dr. Peter Janich. Vorträge/Programm (die Vorträge werden veröffentlicht):

Freitag
14.15 - 15.00 L. Amiras:
Hugo Dinglers Geometriebegründung
15.00 - 15.45 M. Wille:
Das Parallelenproblem
16.00 - 16.45 G. Trendler:
Hugo Dingler und das Maßproblem in der Psychologie
16.45 - 17.30 M. Weingarten:
Die Natur als das Unverfügbare?
18.00 - 18.45 U. Weiß:
Hugo Dingler, Hitler und die Juden

Samstag
9.15 - 10.00 U. Hoyer:
Hugo Dinglers Methode der Physik
10.00 - 10.45 M. Gutmann:
Hugo Dingler und die Biologie
11.00 - 11.45 H. Schwaetzer:
Zur Religionsphilosophie Hugo Dinglers
11.45 - 12.30 K. Zeyer:
Operative Erkenntnistheorie und methodischer Idealismus Hugo Dinglers
14.30 - 15.15 J. Wernecke:
Dinglers "Prinzip der pragmatischen Ordnung" in einem handlungstheoretischen Kontext
15.15 - 16.00 R. Thun:
J.F. Lyotard und H. Dingler als Diskurstheoretiker
16.30 - 17.15 P. Janich:
Hugo Dingler und der Apriorismus

 

Hugo Dingler zum Gedenken - Sonntag, 4. Juli 2004 in Aschaffenburg
10 Uhr, Aschaffenburger Altstadtfriedhof: Kranzniederlegung am Grab Hugo Dinglers.
11 Uhr, Schloß Johannisburg, Hofbibliothek: Gedenkfeier im Lesesaal, u.a. mit dem Vortrag "Hugo Dingler - Messen und Philosophieren" von Prof. Dr. Jörg Willer, M.A.

 

Heinrich Barth
Im Anschluß an meinen Vortrag 'Heinrich Barths Philosophie der praktischen Vernunft' am Sa., 14. Februar 2004 in Basel, habe ich eine kurze Notiz über den wenig bekannten, aber sehr interessanten, Philosophen in die Rubrik 'Interessengebiete' eingebracht.

NEU: Seit Juni 2004 ist die gründlich informierende Heinrich Barth - Homepage im Internet zu erreichen:
Heinrich Barth

 

Forum
Mit Wegfall des Forums seit dem 16. Oktober 2003 möchte ich unter den vielen alternativen philosophischen Webforen auf eine Ausweichmöglichkeit hinweisen:

PhilTalk Philosophieforen
Untergliedertes Philosophieforum von Uwe Wiedemann.

 

3. Gideon Spicker-Symposion
Vom 7. bis 9. September 2003 fand in Luzern/Weggis das 3. Gideon Spicker-Symposion statt mit dem Thema: Geschichte, Entwicklung, Offenbarung. Zur Geschichtsphilosophie Gideon Spickers. Organisation: Dr. Harald Schwaetzer, Universität Trier und Dr. Christian Schweizer, Provinzarchivar der Schweizer Kapuziner.

 

Aktualisierung
Das vollständige Schriftenverzeichnis von Prof. Dr. Ulrich Hoyer (siehe Rubrik 'Kolloquium', 'Leitung') konnte im Januar 2003 aktualisiert werden, da Herr Hoyer dankenswerterweise die entsprechenden Ergänzungen zur Verfügung gestellt hat.

 

Beitrag von J. Z. Herrenberg
Phil. in NL - neu in dieser Rubrik ist ein lesenswerter Kurzbeitrag (Original/Übersetzung) des niederländischen Autors J.Z. Herrenberg zum Verhältnis Niederlande-Deutschland ('Eulenspiegel und Dr. Faustus?'). (15.12.02)

 

Neuerscheinung - Synthetische Quantentheorie
Das Buch 'Synthetische Quantentheorie' (ISBN: 3-487-11762-2) von Ulrich Hoyer ist im November 2002 im Georg Olms Verlag Hildesheim neu erschienen. Mehr Informationen über das Buch finden Sie hier in der Rubrik: Kolloquium, Leitung. Onlinebestellmöglichkeit: http://www.olms.de/

 

Hugo Dingler - Vortrag
Mit dem Vortrag 'Die Anfangsproblematik in methodischer und protophilosophischer Deutung Hugo Dinglers' war ich vertreten zum Thema 'Philosophie des Anfangs - Anfangen zu philosophieren' des 17. Kolloquiums der "Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis" (IGPP) http://www.igpp.org/ in Hergenrath/Belgien, vom 1. - 3. November 2002. Der Vortrag ist in der Rubrik Interessengebiete / Hugo Dingler ab sofort als pdf-Datei abrufbar.

 

'Philosophisches Quartett'
Für diese Fernsehsendung des ZDF verweise ich für Hintergründe/Themen usw. auf die Homepage von Peter Sloterdijk, auf der Links zum philosphischen Quartett sowie zum entsprechenden Forum beim ZDF bereitgestellt sind:
http://www.petersloterdijk.net

 

'Philosophische Praxen'
Neu in die Linkliste dieser Rubrik aufgenommen wurden Hinweise zum Thema sowie Links zu einzelnen philosophischen Praxen. (15.04.02.)

 

Einführungsliteratur zur Erkenntnistheorie (20. Jh.) und Wissenschaftstheorie
Die Literaturliste ist seit dem 12.12.01 in der Rubrik 'Interessengebiete', 'Promotion', zu finden.

 

Van Dale Online-Wörterbuch NL - NL
Neu hinzukommen in der Rubrik 'Phil. in NL', 'NL-Studium', eine Online-Nachschlagemöglichkeit niederländischer Begriffe, die Sie von hier aus nutzen können. Das Suchresultat erscheint dann auf der Van Dale Website. (neu seit 14.12.01)

 

Buch - Tip
Das mehrfach auf dieser Homepage empfohlene Buch von Klaus Held, 'Treffpunkt Platon. Philosophischer Reiseführer durch die Länder des Mittelmeeres', ist bei Reclam als Neuausgabe erschienen und um einen dritten Teil 'Von Florenz bis Sevilla' (14.-16. Jh.) wesentlich erweitert worden. (3. erw. Aufl., 487 S., geb.)

Ebenfalls nicht nur für Fachphilosophen lesenswert ist 'Das Handwerk der Freiheit. Über die Entdeckung des eigenen Willens.' von Peter Bieri (München/Wien 2001). Weitere Einzelheiten zu diesem Buch finden Sie in dieser Rubrik unter dem Stichwort 'Einführungsliteratur'.

 

CD-Rom
Friedrich Nietzsche Werke
Herausgegeben von Karl Schlechta, mit der Biographie von Curt Paul Janz. Die bis heute meistrezipierte Lese- und Studienausgabe ist derzeit besonders günstig bei 'Jokers Restseller' erhältlich (Digitale Bibliothek, Bd. 31). Jokers Restseller im Internet (dort leider ausverkauft, Stand: 11.03.04.)
http://www.jokers.de

 

Suchmaschinen (Auswahl)
Nach wie vor unverzichtbar für die Suche im Internet:
http://www.google.de
http://de.altavista.com

http://de.ask.com

Sicherer surfen im Internet:
http://www.metager2.de
http://www.ixquick.com/deu/power-search.html

 

 


13.-15. Oktober 2000
Klicken Sie hier für den
Rückblick:

Bericht/Fotos

Hinweis: siehe Rubrik 'Links' weiter unten auf dieser Seite für mehr Informationen im Netz über Gideon Spicker

 

2. Gideon Spicker Symposion

"Eine Religion
in philosophischer Form
auf naturwissenschaftlicher Grundlage".

Gideon Spickers
Religionsphilosophie
im Kontext seines Lebens,
seines Werkes, seiner Zeit.

                                                               

Von Freitag, 13.10. 
bis Sonntag, 15.10.2000 
Auf der Insel Reichenau im 
"Museum Reichenau"
(Ergat 1)
 

Gideon Spicker


Die Tagung wurde freundlicherweise gefördert von der
Fritz Thyssen-Stiftung

 

Organisation
-Prof. Dr. Ulrich Hoyer (Münster)
-Dr. Harald Schwaetzer (Trier):
Theologische Fakultät Trier, Universitätsring 19, 54296 Trier, Tel.: 0651/201-3548;
E-mail: stahl@uni-trier.de oder harald.schwaetzer@uni-trier.de
Fährgasse 4, 54340 Köwerich, Tel. /Fax: 06507/802395

Programm
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Freitag, 13. Oktober 2000
Ab 18.00 Uhr: Ankunft und Abendessen im Hotel Inselhof

Samstag, 14. Oktober 2000
1. Sektion: Ein Leben zwischen Koster und Lehramt . Leitung: Prof. Dr. Klaus Reinhardt, Trier

  9.00 - 10.30 h : Die Reichenau - Spickers Jugendparadies (Treffpunkt: Hotel Inselhof) Brigitte Ott-Penzkofer, Reichenau
10.45 - 11.00 h : Begrüßung. Ulrich Hoyer / Harald Schwaetzer
11.00 - 11.30 h : Frater German. Das Schicksal eines wissbegierigen Einfachprofessen bei den Schweizer Kapuzinern des 19. Jahrhunderts. Christian Schweizer, Luzern
11.30 - 11.45 h : Kaffeepause
11.45 - 12.15 h : Der Streit um die Unfehlbarkeit in München. Armin Owzar, Münster
12.15 - 12.45 h : Die Freiburger Wende. Harald Schwaetzer, Trier
12.45 - 13.15 h : Diskussion
13.30 h : Mittagessen im Hotel Inselhof
2. Sektion: Spickers Religionsphilosophie in seinem Werk. Leitung: Prof. Dr. Ernst Wolfgang Orth, Trier
15.30 - 16.00 h : "Die Religion ist eine Welt für sich" - Grundzüge der Religionsphilosophie Gideon Spickers (1840 - 1912). Markus Enders, München
16.00 - 16.30 h : "Cognitio intuitiva". Erkenntnis und Glaube. Kirstin Zeyer, Münster
16.30 - 16.45 h : Diskussion
16.45 - 17.15 h : Kaffeepause

17.15 - 17.45 h : Spickers Kritik und Verteidigung der Gottesbeweise. Birgit Girke, Münster
17.45 - 18.15 h : Religion und Naturwissenschaft. Prof. Dr. Ulrich Hoyer, Münster
18.15 - 18.30 h : Diskussion
18.45 h : Abendessen im Hotel Inselhof

20.15 h : Musikkultur und Religion zur Zeit Spickers. Matthias Schneider, Greifswald
22.00 h : Ausklang im Hotel Inselhof

Sonntag, 15. Oktober 2000
9.30 h : Hl. Messe im Münster zum Kirchweihfest
. Münsterpfarrer Alfons Weißer. Die Messe wird musikalisch gestaltet mit folgenden Werken für Chor und Orchester: G. E. Stehle: "Salve Regina-Messe", Anton Bruckner:"Locus iste", Friedrich Silcher: "Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses".
3. Sektion: Spickers Religionsphilosophie in seiner Zeit. Leitung: Prof. Dr. Ulrich Hoyer, Münster
11.00 - 11.30 h : "Wissenschaftliche Weltanschauung" - wissenschaftliches Resultat, philosophische Spekulation oder religiöses Dogma? Paul Ziche, Jena
11.30 - 12.00 h : Gideon Spicker und der südwestdeutsche Neukantianismus. Christian Krijnen, Nijmwegen
12.00 - 12.15 h : Diskussion
12.15 - 12.30 h : Kaffeepause

12.30 - 13.00 h : Glaube trotz(t) Wissen. Spicker und James. August Herbst, Münster
13.00 - 13.30 h : Unsterblichkeit der Seele: Spicker und Strader. Henrieke Stahl-Schwaetzer, Trier
13.30 - 13.45 h : Diskussion
14.00 h : Schlußwort. Ulrich Hoyer, Münster

Unterkunft (empfehlenswert!) und Anreise
Hotel  Restaurant Insel-Hof
Insel Reichenau im Bodensee
Pirminstraße 156  78479 Insel Reichenau
Telefon 07534/246  Fax 07534/580
http://www.inselhof-reichenau.de
E-Mail: info@inselhof-reichenau.de
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Einführungsliteratur

 

Literaturhinweise für Laien, Quereinsteiger, Studienanfänger
Sie sind kein Fachphilosoph und wollen auch nicht bloß einzelne Informationslücken stopfen? Wer sich als Laie nicht mühselig oder ziellos durch das bereits sehr differenzierte Informationsangebot im Internet klicken will (eine spezielle Einstiegsseite für philosophische Laien ist mir nicht bekannt), sollte sich nach wie vor besser in der Bibliothek/im Buchhandel umschauen. Natürlich ist auch dort das Angebot groß und die Entscheidung fällt schwer. Folgende im Handel erhältliche preiswerte Literatur, die sich ausdrücklich nicht an Fachphilosophen wendet und leicht verständlich ist, möchte ich für den Anfang und/oder zum ständigen Gebrauch empfehlen (achten Sie auf die aktuelle Auflage). Von märchenhaften oder poppig-bunten Darstellungen mit der wohlmeinenden Absicht, die Frage 'Was ist Philosophie?' gleichsam spielerisch zu beantworten, möchte ich dem ernsthaft philosophisch Interessierten abraten. Diese ver-klären oft mehr durch verdoppelte oder ablenkende Darstellungsebenen und eignen sich daher entgegen dem ersten Anschein höchstens zur späteren Ergänzung.


-Hans Joachim Störig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie.
Frankfurt a. M. (Verlag: Fischer Taschenbuch)

Zweck des Buches:
"Dieses Buch wendet sich nicht an Fachphilosophen. Ihnen vermag es nichts Neues zu sagen. Es wendet sich an die vielen, die - ob akademisch gebildet oder nicht - inmitten der Arbeit und Sorge des Alltags und im Anblick der großen geschichtlichen Umwälzungen und Katastrophen unserer Zeit den Versuch nicht aufgeben, sich im Wege selbständigen Nachdenkens mit den Rätseln der Welt und den ewigen Fragen des Menschseins auseinanderzusetzen, und die die Annahme nicht von vornherein zurückweisen, daß die Gedanken und Werke der großen Denker aller Zeiten dabei Rat und Hilfe geben können."

Was ist Philosophie?:
"Sofern wir diese Frage der Reihe nach an die großen Philosophen richten, werden enttäuscht werden, denn wir werden von jedem eine etwas andere Antwort erhalten. Es ist natürlich, daß jeder das, was er als Philosophie betreibt und lehrt, als die Philosophie erklärt. [...] Welche Gegenstände sind es denn, mit denen sich die verschiedenen Philosophen in den verschiedenen Zeitaltern beschäftigt haben? Darauf gibt es nur eine Antwort: mit allem. Es gibt eigentlich nichts, was nicht Gegenstand der Philosophie sein könnte und es auch tatsächlich gewesen ist. Vom Größten bis zum Kleinsten und Unbedeutendsten (freilich: was ist bei tieferem Nachdenken unbedeutend?), von Entstehung und Aufbau der Welt bis zum richtigen Verhalten im täglichen Leben, von den höchsten Fragen nach Freiheit, Tod und Unsterblichkeit bis zum Essen und Trinken - alles kann Gegenstand philosophischer Reflexion sein."
"Den Gesamtzusammenhang alles Seins hat allein die Philosophie zum Thema (obgleich manche Einzelwissenschaften einen solchen Anspruch erheben mögen). In der Tat ist es dieser Zug aufs Ganze und Umfassende, der die Philosophie von den Einzelwissenschaften unterscheidet: Während diese sich in der Regel die Erforschung und Darstellung eines bestimmten und begrenzten Erscheinungsgebietes, wie eben Staat, Sprache, Geschichte, das organische Leben usw., zur Aufgabe setzen, ist der Philosophie das Bestreben eigen - auch dort, wo sich das philosophische Denken zunächst auf einen bestimmten und begrenzten Gegenstand richtet -, die einzelnen Erscheinungen in einen großen, umfassenden Zusammenhang einzuordnen, einen gemeinsamen Sinn in ihnen aufzufinden und unter anderem auch die Ergebnisse der Einzelwissenschaften in einer Zusammenschau zu einem einheitlichen Weltbild, einer Weltanschauung, zu verbinden."
"Auf eine theoretische, begriffliche Weise, durch Definition also, läßt sich Philosophie und ihr Gegenstand nicht genau abgrenzen und festlegen, einfach deswegen, weil Philosophie nicht ein abstrakter, ein für allemal festzulegender, sondern ein geschichtlich gewordener und ständig sich weiterentwickelnder Begriff ist. Letztlich bezeichnen wir eben bestimmte in der Entwicklung des menschlichen Geistes aufgetauchte Probleme und die Versuche zu ihrer Lösung zusammenfassend als Philosophie. In sie alle einzudringen und sich von ihnen eine Vorstellung zu machen ist nur möglich, indem man sie sich in ihrem geschichtlichen Werden vergegenwärtigt. Das heißt, Philosophie zu treiben ist nicht möglich, ohne Geschichte der Philosophie zu treiben."


-Wilhelm Weischedel: Die philosophische Hintertreppe.
34 große Philosophen in Alltag und Denken. München. (Verlag: dtv)

Über das Buch (Rheinischer Merkur):
"Wie fände sich ohne Studium, ohne wissenschaftlich geschultes Denken und Lesen der Zugang zu Aristoteles, Descartes, Kant oder Hegel und deren weltbewegenden Erkenntnissen? Wie wollte man seinem noch minderjährigen Sohn die vertrackten Seinsreflexionen eines Heideggers, seinem kaufmännischen Freund Russels 'Zweifel an den Prämissen' oder einem Ingenieur der Industrie Wittgensteins 'Tractatus' und die Ergebnisse der 'Philosophischen Untersuchungen' etwa plausibel machen, und zwar so, daß ein zu eigenen Fragen und Reflexionen befähigendes Verständnis vermittelt wird? Wilhelm Weischedel ... hat die Masse gelehrter, aber schwer verständlicher Literatur beiseite geschoben und in vierunddreißig Aufsätzen die Quintessenz des Denkens und Lebenswerkes ebenso vieler Philosophen in unkonventioneller Weise so dargestellt, daß die jeweilige Kernproblematik und Kernantwort leicht verständlich ist, ohne daß gefährliche Verkürzungen zu verschmerzen wären. Die philosophische Hintertreppe wird zur sozialen Einrichtung, sie führt über nur geringe Umwege der anekdotischen Einführung in das Zentrum des jeweiligen Denkens, ohne beim Leser auch nur die geringste Vorkenntnis vorauszusetzen."

Weischedel zu Titel und Auswahl:
"Die Hintertreppe ist nicht der übliche Zugang zu einer Wohnung. Sie ist nicht hell und geputzt und feierlich wie die Vordertreppe. Sie ist nüchtern und kahl und manchmal ein wenig vernachlässigt. Aber dafür braucht man sich für den Aufstieg auch nicht besonders vornehm kleiden. Man kommt, wie man ist, und man gibt sich, wie man ist. Und doch gelangt man auch über die Hintertreppe zum gleichen Ziel wie über die Vordertreppe: zu den Leuten, die oben wohnen."
"Daß aber die Philosophische Hintertreppe [...] unvollkommen bleibt, liegt am Ende in der Sache selbst begründet. Denn wie könnte das Philosophieren zum Vollendeten gelangen, wenn diese doch im Dasein des Menschen nie und nirgends erreicht wird?"


-Klaus Held: Treffpunkt Platon.
Philosophischer Reiseführer durch die Länder des Mittelmeers. Stuttgart. (Verlag: Reclam)

Über das Buch:
"Wer heute die Stätten der Griechen und Römer am Mittelmeer besucht, braucht um Verständnishilfe nicht verlegen zu sein. Reiseführer und Handbücher in reicher Zahl bieten eine Fülle von historischen Informationen, von kunstgeschichtlichen und archäologischen Erklärungen. Darunter finden sich auch Hinweise auf die antike Gedankenwelt: Philosophie und Wissenschaft, Religion und Theologie, politisches Denken und Bildungswesen. Sie lassen ahnen, daß es einen geistigen Hintergrund gibt, ohne den man die Ereignisse und Entwicklungen in der alten Kultur, den Aufbau ihrer Städte und Heiligtümer, das Aussehen ihrer Baulichkeiten und Kunstwerke im Grunde nicht verstehen kann. Der vorliegende Reiseführer soll in diese Gedankenwelt einführen. [...] Die Neuartigkeit unserer modernen Welt hat uns von der antiken Kultur unwiderruflich abgeschnitten. Und doch waren es Menschen wie wir, die die tragenden Gedanken dieser Kultur entwickelt haben. Deshalb kann man auch heute noch zu diesen Gedanken eine lebendige Beziehung herstellen und ihre Bedeutung für unser gegenwärtiges Denken und Handeln erkennen. Darum geht es in diesem Buch."

Methode der Wiederholung durch selbständige Kapitel:
"Die Selbständigkeit der Kapitel ließ sich nur durch gelegentliche Wiederholung von wichtigen Gedanken und grundlegenden Informationen wahren. Solche Wiederholung kann aber in der Philosophie einen guten Sinn haben. Die elementaren philosophischen Gedanken sind vielfach nicht deshalb schwierig, weil sie zu kompliziert, sondern weil sie zu einfach sind. So wie man seine Hand nicht sehen kann, wenn man sie zu nahe vor Augen hält, liegen diese Gedanken zu nahe, um leicht eingängig zu sein. Darum nützt es nichts, sie als bloße Information zu registrieren. Man muß mit ihnen ein wenig vertraut werden, und dabei kann es nicht schaden, sie in verschiedenen Zusammenhängen mehrmals durchzuspielen. Wer nur Informationslücken stopfen möchte, kann den Reiz philosophischer oder ähnlicher Gedanken nicht erfahren. Die Lektüre dieses philosophischen Reiseführers erfordert keine besondere Gedächtnisleistung, wohl aber die Bereitschaft, in jedem Kapitel ein paar Gedankenschritte mitzudenken."

Über den Titel:
"Laien erwarten vom Wissenschaftler zwar eine einfache Sprache und eine Gedankenführung, die das Anspruchsniveau nicht zu hoch schraubt, aber sie verzichten gerne auf die poppigen Aktualisierungen, mit denen sich Wissenschaftler neuerdings beim Publikum anzubiedern suchen, nach dem Muster: 'Sokrates im Frisiersalon' oder 'Epikur und die Gänseleberpastete'. [...] Der Titel 'Treffpunkt Platon' ist eine kleine Konzession an unser Schlagzeilenbedürfnis. Aber er hat doch sein Recht; der Leser kann in den folgenden Kapiteln feststellen, daß das Denken Platons tatsächlich der Punkt ist, auf den man fast alle gedanklichen Entwicklungen in der Antike vor- oder rückbeziehen kann. Dieser Reiseführer ist aber überhaupt kein Platon-Buch. Er präsentiert vielmehr sehr unterschiedliche Denker und Gedanken aus über tausend Jahren in Anbindung an ganz verschiedenartige Besichtigungsstätten."


-Peter Delius (Hrsg.): Geschichte der Philosophie.
Von der Antike bis heute. Köln 2000. (Verlag: Könemann)
Sehr knappes, nicht-gängiges Nachschlagewerk, allerdings besonders preisgünstig, mit zahlreichen (klassischen) Illustrationen und mit praktischem Namens- u. Begriffsregister.


-Peter Janich: Was ist Erkenntnis?
Eine philosophische Einführung. München 2000. (Verlag: Beck)

Über das Buch:
"Philosophen haben seit den Anfängen der Philosophie im antiken Griechenland gefragt, was Erkenntnis ist. Dabei haben sie immer die Wissenschaften ihrer Zeit als Beispiel für Erkenntnisgewinn genommen. Seit sich die modernen Naturwissenschaften dem Menschen zugewandt haben, scheint der Vorgang des Erkennens ein Gegenstand naturwissenschaftlicher Forschung geworden zu sein. Das Buch zeigt auch für Laien verständlich, wie 'Erkenntnis' in die Zuständigkeit der Naturwissenschaften geraten ist und welche Aufgabe dabei der Philosophie heute noch bleibt. Der Leser wird an das Selber-Philosophieren herangeführt, so daß er am Ende eine Erkenntnis vom Erkennen erworben hat."

Über den Titel:
"Der Buchtitel heißt nicht 'Was ist Erkenntnistheorie?' Dieser Titel könnte beim Leser zur Recht die Erwartung wecken, ein historisches oder systematisches Überblickswissen über die Theorien zu finden, die Philosophie und Wissenschaft in ihrer langen Geschichte zu bieten haben. Wer sich auf die Lektüre eines Buches über Erkenntnistheorie einläßt, hat dafür - wie klar oder verschwommen auch immer - schon Gründe, oder wenigstens Motive oder Anlässe. In diesen Gründen ist, selbstverständlich in einer groben Form, bereits der Unterschied von Theorie und Praxis präsent. Erkenntnistheorien sind, als Theorien, Satzgebäude und die in Satzgebäuden gefaßten Ansichten über Erkenntnis. Wer Erkenntnistheorien sucht, hat sich gegenüber Erkenntnissen als Produkten dieser Praxis bereits in die Position des (mit dem griechischen Wort für Zuschauer) theoros zurückgezogen (S. 7f.). [...] Dem Leser soll vielmehr etwas ganz anderes geboten werden, nämlich die Einladung zur Praxis des Erkennens. (S. 9)

Über Philosophieren und Philosophiegeschichte:
"Wer mit einem Blick auf die Fächereinteilung der heutigen Universität von Philosophie spricht, meint ein kleines, meistens in den Geisteswissenschaften angesiedeltes Fach. Und wer sich einer heute sehr beliebten Form anschließt, erbetene Definitionen durch simple Beschreibungen zu ersetzen, kann die Frage 'Was ist Philosophie?' mit der billigen Antwort zurückgeben: was die Philosophen treiben. [...] Bleibt die Frage, was (akademische) Philosophen treiben. Und eine (soziologisch gültige) Antwort würde vielleicht lauten: Philosophen treiben Philosophiegeschichte (etwa zu 95% der Personen, etwa zu 95% ihrer Zeit). Das Wort 'Geschichte' ist zweideutig. Es bedeutet einerseits Geschehen und andererseits Geschichtsschreibung, also Beschreibung des Geschehens. [...] Philosophiegeschichte könnte [...] als Wissenschaft von einem Geschehen verstanden werden, das in den menschlichen Handlungen des Philosophierens besteht. Und analog ist das Schreiben einer Philosophiegeschichte nicht selbst Philosophieren, obgleich - auch hier trägt die Analogie - Kenntnisse und Vermögen des Philosophierens für den Philosophiehistoriker unerläßlich sind. Falsch wäre es aber, Philosophieren und Philosophiegeschichte schreiben einfach gleichzusetzen [...]."(S. 22f.)


-Peter Bieri: Das Handwerk der Freiheit.
Über die Entdeckung des eigenen Willens. München Wien 2001. (Verlag: Carl Hanser)

Über den Autor (Information des Einbandes):
'Peter Bieri, 1944 in Bern geboren, studierte in London und Heidelberg. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Berkeley und Harvard. Seit 1993 ist er Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin.'
Fortgeschrittene Studierende werden Bieri bereits als Herausgeber u. a. folgender (gern als Einführungsliteratur empfohlene) Bände kennen:
Analytische Philosophie des Geistes. Königstein (Hain) 1981; 2. Auflage 1993.
Analytische Philosophie der Erkenntnis. Frankfurt (Athenäum) 1987; 2. Auflage 1992

Über das Buch:
Der Prolog führt in einen Irrgarten. Unsere Idee der Welt als eine verständliche Welt verliert nämlich den Charakter des selbstverständlichen, sobald man diesen Irrgarten betritt. Wozu aber sollten wir unsere gewohnte Sicherheit an diesem Ort länger aufs Spiel setzen?...

"Können wir das Ganze einfach vergessen und weitermachen wie bisher? Natürlich können wir das. Niemand zwingt uns dazu, nach einem Ausweg aus dem Irrgarten zu suchen. Meistens fällt es ja auch gar nicht auf, daß die Dinge nicht so einfach sind, wie wir glauben. Ein Richter muß ein ziemlich nachdenklicher Richter sein, um zu bemerken, daß er eigentlich gar nicht richtig weiß, wie Lebensgeschichte, Freiheit udn Verantwortung zusammenhängen. Doch wenn er einmal Verunsicherung erfahren hat, zu der unser Nachdenken geführt hat, wird er wissen wollen, wie sich die Sache denn nun verhält. Man lebt nicht gut mit dem Gefühl, gerade über die wichtigsten Dinge keine Klarheit zu besitzen. Das ist der Grund, warum es Philosophie gibt. Sie ist der Weg und die Anstrengung, über die grundlegenden gedanklichen Dinge, die uns beschäftigen, Klarheit zu gewinnen. 'Darüber kann man lange philosophieren.' Eine solche Einstellung spöttischer Resignation stellt die Dinge auf den Kopf. Sie tut, als müßte es für immer willkürlich bleiben, was wir über die tiefsten Dinge, die uns beschäftigen, glauben. Als gehörte es gleichsam zur Natur dieser Dinge, daß es bei unauflöslichen Meinungsverschiedenheiten bleiben muß. Bei Licht besehen, ist das eine erstaunliche Einstellung. Denn man müßte einen Grund haben - einen sehr starken Grund -, um sie zu verteidigen. Wie sollte er aussehen? In Wirklichkeit ist es umgekehrt: Meinungsverschiedenheiten sind nicht der Endpunkt der Philosophie, sondern ihr Anfang. Eine philosophische Beschäftigung mit einem Thema wie der Willensfreiheit bedeutet den Versuch, in der Sache eine begründete Entscheidung herbeizuführen. Und das geht. Davon handelt dieses Buch." (S. 26)

Die zunächst verwirrenden Winkel des Irrgartens sollten also nicht darüber hinweg täuschen, daß sich ein Weg und Ausgang öffnet, sobald man sich erst einmal in Bewegung gesetzt hat.

Über Anliegen und Verständlichkeit des Buches:
"Nachdem ich eine Unzahl von Texten über Willensfreiheit gelesen und mich an ihnen gerieben habe, schob ich sie eines Tages alle beiseite und fragte mich: Was hast du an dem Thema nun eigentlich verstanden? Und: Was glaubst du, was das hier ist: hier etwas zu verstehen? Aus dem Versuch, mir diese Fragen zu beantworten, ist das vorliegende Buch entstanden. Es sollte ein genaues Buch sein, und ein Buch, in dem auch über philosophische Genauigkeit nachgedacht würde. Auf der anderen Seite wollte ich kein akademisches Buch schreiben, kein Buch also, das schwerfällig wäre, indem es den Leser über die Schlachtfelder der Fachliteratur schleifte. Nicht über die Texte anderer Autoren sollte gesprochen werden, sondern einfach über Phänomene und Gedanken. [...] Und noch ein Ziel habe ich mir gesetzt: Ich wollte über ein zum Verzweifeln komplexes Thema in einfacher, mühelos fließender Sprache schreiben, die ohne unnötige Fremdwörter und ohne Jargon auskäme. Die befreiende Erfahrung war: Es geht!"

 

Schlußbemerkung
Vielleicht ist Ihnen schon während der Lektüre der einzelnen Buchempfehlungen aufgefallen, wie unterschiedlich das jeweilige Vorgehen ausgerichtet ist? Sie sollten anfangs einfach nach Ihren persönlichen Neigungen gehen, bevor sie sich für eines der empfohlenen oder auch ganz andere Bücher entscheiden. Folgende Aspekte könnten in diesem Sinne eine Entscheidung beeinflussen, je nachdem was Sie sich erwarten oder zumuten wollen:
-Störig, Kleine Weltgeschichte der Philosophie: "Philosophie zu treiben ist nicht möglich, ohne Geschichte der Philosophie zu treiben."
-Weischedel, Die philosophische Hintertreppe: "Und doch gelangt man auch über die Hintertreppe zum gleichen Ziel wie über die Vordertreppe: zu den Leuten, die oben wohnen."
-Held, Treffpunkt Platon: "Wiederholung kann aber in der Philosophie einen guten Sinn haben. Die elementaren philosophischen Gedanken sind vielfach nicht deshalb schwierig, weil sie zu kompliziert, sondern weil sie zu einfach sind."
-Janich, Was ist Erkenntnis?: "Dem Leser soll vielmehr etwas ganz anderes geboten werden, nämlich die Einladung zur Praxis des Erkennens. [...] Falsch wäre es aber, Philosophieren und Philosophiegeschichte schreiben einfach gleichzusetzen."
-Bieri, Das Handwerk der Freiheit: "
Man lebt nicht gut mit dem Gefühl, gerade über die wichtigsten Dinge keine Klarheit zu besitzen. Das ist der Grund, warum es Philosophie gibt. Sie ist der Weg und die Anstrengung, über die grundlegenden gedanklichen Dinge, die uns beschäftigen, Klarheit zu gewinnen."

Die oben aufgeführten Bücher stellen eine persönliche Auswahl dar.
Ob Theorie u./o. Praxis oder bloßes Schweigen, um mögliche Antworten auf die Frage nach der Philosophie im allgemeinen oder nach der Erkenntnis nicht unnötig einzuschränken, habe ich mich auf Literaturempfehlungen beschränkt und auf Definitionen oder Anleitungen zur Philosophie verzichtet. Damit ist freilich eine Antwort gegeben: nur das persönliche (und aktive) Bemühen um eine Antwort wird diese auch erbringen.
Wenn Sie Fragen oder Hinweise zum Thema 'Philosophie für Laien' haben, schreiben Sie mir. Auch Kritik nehme ich gerne entgegen.

 

Ergänzung - Theodor W. Adorno: 'Philosophische Terminologie'
Die Nachschrift der Vorlesungen Adornos aus den Jahren 1962/63 (erschienen bei Suhrkamp, Bd. I, 1. Aufl. 1973; Bd. II, 1. Aufl. 1974) empfehle ich nicht nur Studienanfängern. Adorno setzt in seiner eigentlich nicht zur Veröffentlichung bestimmten Vorlesung beredt auseinander, was unter der Sache der Philosophie zu verstehen ist und wie 'schillernd' bzw. vieldeutig die philosophische Terminologie ist. Die beiden Bände eignen sich auch als Nachschlagewerke, zum Beispiel, um sich über die (historisch wandlungsreiche) Bedeutung der Begriffspaare bzw. Disjunktionen 'Idealismus und Realismus', 'Rationalismus und Empirismus' sowie - 'windschief' dazu - 'Spiritualismus und Materialismus' zu orientieren. Der zweite Band ist stärker der philosophischen Terminologie im engeren Sinne gewidmet, wie von Adorno beabsichtigt: "Meine Absicht für den weiteren Verlauf der Vorlesung ist, Ihnen die verschiedenen Bedeutungen der philosophischen Begriffe zu explizieren; zunächst einmal ihre Grundbedeutungen, nein, das an ihnen zu bezeichnen, was sich in ihnen tradiert, dann aber es zu differenzieren je nach dem Stellenwert der dabei zugrunde liegenden Philosophien. Ein derartiges Verfahren ist weitgehend tatsächlich verwandt mit dem Verfahren der Husserlschen und der an Husserl anschließenden Phänomenologie, soweit die Phänomenologie eben glaubt, Bedeutungsanalyse zu sein. Ich möchte eine Bedeutungsanalyse der Termini treiben, aber nicht so isoliert, wie Husserl und die ersten Schüler von Husserl geglaubt haben das tun zu können, sondern indem ich dabei auf die Verschiebungen, die Modifikationen der Terminologie im Zusammenhang mit den Sachen, auf die sich die Termini beziehen, Sie hinweise." (Adorno, Theodor W.: Philosophische Terminologie. Hg. von Rudolf zur Lippe. Frankfurt a. Main (Suhrkamp) 1974. S. 14f.) Wer einen Eindruck davon bekommen möchte, wie lebendige Dialektik aussehen kann, liegt mit der Wahl dieser Vorlesungen als einer Einstiegslektüre meines Erachtens hier ebenfalls richtig.

 

 


Links

 

Links auf dieser Homepage
In der Rubrik 'Phil. in NL' auf dieser Homepage finden Sie eine themenbezogene ausführlichere Linksammlung. Die übrigen Rubriken befassen einzelne Links, die hierunter nicht wiederholt gelistet sind (z.B. Links zum wiss. Arbeiten, zum Thema 'Phil. in der Schule', zu einzelnen Philosophen wie Hugo Dingler, Karl Popper, Wolfgang Cramer, Nicolai Hartmann (Rubrik 'Interessengebiete') etc.). Die im folgenden aufgeführten Links stellen eine zusätzliche persönliche Auswahl und Zusammenstellung dar.

Empfehlung:
Als derzeit umfassendste deutschsprachige Linksammlung zur Philosophie empfehle ich die Philosophie-Seiten von Dieter Köhler (Link siehe hierunter).

 


Die Philosophie-Seiten
Mehr als 1000 Verweise auf philosophische Datenquellen aus aller Welt finden Sie auf den 'Philosophie-Seiten' von Dieter Köhler. Übersichtlich strukturiert, hilfreich kommentiert. Unverzichtbarer Ausgangspunkt für philosophische Suche im Internet.
Klicken Sie auf den Button, um die Seite zu öffnen.

Philosophie-Seiten


philosophers today - Informationsdienst
Philosophieangebot seit dem 01.01.01. Der umfangreiche Informationsdienst wendet sich "ausdrücklich nicht an den internen Kreis der Philosophen, sondern an das interessierte Publikum". Hier kann sich auch der an Hintergrundinformationen interessierte Laie einen schnellen Überblick verschaffen.

http://www.philosophers-today.com


Information Philosophie - Online-Zeitschrift
Die philosophische Print-Zeitschrift finden Sie auch im Internet. Service: Für den Erhalt von aktuellen Nachrichten per E-mail können Sie einen kostenlosen Nachrichtenbrief abonnieren.

http://www.information-philosophie.de/


Aufklärung und Kritik - Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie
Hrsg. von der Gesellschaft für kritische Philosophie (GKP) Nürnberg. Die Zeitschrift versteht sich als Forum und Sprachrohr all jener, die sich in der Tradition kritischer Vernunft sehen. Nicht ausschließlich für Fachphilosophen!

http://www.gkpn.de


Friedrich Nietzsche
Helmut Walter informiert in Bild, Ton und Schrift über das Leben und das Werk Friedrich Nietzsches. Eine qualitativ hochwertige Seite mit unzähligen weiteren Links zum Thema. Besonders empfehlenswert!

http://www.f-nietzsche.de


Friedrich Nietzsche
Sehr umfangreiche und übersichtliche Website über den Philosophen. Suchfunktion, Werke, Zeitleiste, Biographisches, Abbildungen, Literatur, Links etc.:

http://www.friedrichnietzsche.de


Immanuel Kant
Bereitstellung und Pflege von Kants Gesammelten Werken in elektronischer Form vom Institut für Kommunikationsforschung und Phonetik (IKP) Universität Bonn:

http://www.gldv.org/Kant/


Karlsruher Virtueller Katalog KVK
Sehr praktisches (weltweites) Suchwerkzeug:

http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html


Uni Köln - Zeichensatz für (Alt)Griechisch
Setzen Sie die Akzente noch per Hand? Eine praktische Adresse auch für all jene, die für die Promotion in Philosophie noch einen (Alt)Griechischkurs belegen müssen und gern über eine entsprechende Textverarbeitungsmöglichkeit unter Windows verfügen würden:


http://www.uni-koeln.de/themen/fremdsprachig/index.html

Hinweis: Wolfgang Kirsch gibt mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, ich selbst bin mit dem Zeichensatz SGREEK MEDIUM sehr gut zurechtgekommen (hierfür a.a.O. Datei SFONT10.ZIP downloaden).


Erich Schaber: "Erziehung als ernstes Spiel - Vexierspielpädagogik"
Mit Jahreswechsel (2000/2001) ist dieses logisch-ästhetische Werk von Erich Schaber, Wien, online erschienen. Der entsprechende Link zum kostenlosen Download lautet

http://www.schaber.at/vexierspielpaedagogik


buch+medien Online
Welche Bücher oder anderen Medien sind derzeit lieferbar? Zuverlässige und schnelle Auskunft erteilt der deutschsprachige Branchen-Internetdienst buch+medien Online:

http://www.buchhandel.de    


Philosophisches Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität
Domplatz 23
48143 Münster (Westf.)
Tel.: +49 (0)251 83 2 4460
FAX: +49 (0)251 83 2 4268


email: philsem@uni-muenster.de Homepage: http://wwwphil.uni-muenster.de/


Gideon Spicker
Eine ausführlichere Darstellung (von Dr. Harald Schwaetzer) der Philosophie Gideon Spickers finden Sie im Netz auch im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon:

http://www.bautz.de/bbkl/s/spicker_g.shtml (Verlag Traugott Bautz: www.bautz.de/bbkl)


Theodor Ziehen
Dem
Psychiater, Psychologen und Philosophen Theodor Ziehen (1862-1950) ist mit Schwerpunkt die Homepage von August Herbst gewidmet. August Herbst beschäftigt sich in seiner lfd. Dissertation mit Th. Ziehen.

http://www.stork-herbst.de/


Der Philotast - Online Magazin / online publizieren
In diesem Magazin mit interdisziplinärer Themenvielfalt sind auch Leserbeiträge im Forum ausdrücklich erwünscht. Offen für literarische wie philosophische Impulse; übersichtlich strukturierte Webseiten in ansprechend klassischem Stil.

http://www.philotast.de/


Max-Stirner-Archiv Leipzig
Kurt W. Fleming hat umfrangreiches Material zum
weithin unbekannt geliebenen Philosophen Max Stirner (1806-56; Hauptwerk: 'Der Einzige und sein Eigentum') übersichtlich zusammengestellt; neben Rezensionen, Inhaltsüberblick und Bestellmöglichkeiten der Zeitschrift 'Der Einzige' sowie des Sonderheftes 'Stirneria', finden sich auch speziellere Informationen über Stirner-Forscher, die Stirner-Rezeption in den Niederlanden u.v.m.

http://www.max-stirner-archiv-leipzig.de/


Jokers Restseller
Restauflagen und Sonderausgaben auch im Bereich Philosophie. Zum 'Schnäppchen machen'. Per Katalog oder im Internet:


http://www.jokers.de


Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher (ZVAB)
Nach eigenen Angaben über 4 Millionen antiquarische Bücher, Noten, Graphiken und Postkarten von Antiquariaten aus 17 Ländern. Mit komfortabler Suchfunktion.

http://www.zvab.com


Elektrodynamik in neuer Sicht
Die Homepage des Autors und Herausgebers Ekkehard Friebe befaßt sich eingehend und kritisch mit den Grundlagen der Physik. Neben zahlreichen eigenen Beiträgen werden Autoren wie u.a. Bruno Thüring, Holm Tetens und Hugo Dingler angeführt:

http://www.ekkehard-friebe.de

Einem Hinweis Ekkhard Friebes folgend, möchte ich für die kritische Diskussion der Grundlagen der Physik noch auf folgende Homepage hinweisen:

Die Physik in der Sackgasse? Zur Grundlagenkrise der Physik.
Wolfgang Neundorf geht hier nach eigenen Angaben dem Versuch einer logischen, methodologischen und erkenntnistheoretischen Analyse der Physik nach. Mit vielen weiterführenden Links.

http://www.neundorf.de/


www.philosophieren.de
Es darf aktiv philosophiert werden - Austausch und gemeinsames Denken stehen in diesem bremer Projekt (Forum, Chat, Archiv u.v.m.) im Mittelpunkt. Eine besonders ansprechende Idee ist die Reihe Einführungen zu bekannten Philosophen, die auf den Arbeiten verschiedener an dieser Reihe teilnehmender Verfasser beruht. Hier ist Mithilfe gefragt! Ich habe mich bereits mit meiner Einführungsarbeit über Nietzsche beteiligt und freue mich, diese außergewöhnliche Zusammenstellung stetig wachsen zu sehen.

http://www.philosophieren.de


Rückblick:
z i r k u m f e r e n z - 13. / 14. März 2002 CulturCongreßCentrum in Brandenburg an der Havel
Die 'zirkumferenz' wird veranstaltet vom CulturCongreßCentrum und der Projektgruppe 'zirkumferenz' des 'Vereins der Freunde der Zahl Pi'. Im Zentrum aller Beiträge steht in geschichtlicher, mnemotechnischer, literarischer Hinsicht die Kreiszahl Pi. Einige lohnenswerte Referate, wie u.a. 'Pi zum Lernen - Mnemotechnische Überlegungen zu einer sportlichen Herausforderung' von Ulrich Voigt stehen dort auch zum Download zur Verfügung:


www.zirkumferenz.de


Philosophische Praxen
Eine verlinkte Übersichtsliste über die bereits Anfang der 80er Jahren entstandenen philosophischen Praxen bietet u.a. der Informationsdienst philosophers today (siehe Link oben), deren Urheber, Joachim Koch, nach eigenen Angaben selbst zu den Mitbegründern der ersten philosophischen Praxen zu rechnen ist. Die erste philosophische Praxis (kurz gesagt: als philosophische Lebensberatung alternativ zu den Psychotherapien) wurde 1981 von Gerd B. Achenbach ins Leben gerufen; im selben Jahr gründete er die 'Gesellschaft für philosophische Praxis', inzwischen 'Internationale Gesellschaft für philosophische Praxis' (IGPP), auf deren Homepage u.a. übersichtlich erklärt wird, 'was die philosophische Praxis ist':


http://www.igpp.org/


Eine kritische Auseinandersetzung des Themas unter dem Titel 'Die Philosophie zu Markte tragen?' (Anette Schlemm, 1999) findet sich in der Rubrik 'Philosophie' auf der Homepage von Anette Schlemm -  Anettes Philosophenstübchen:


http://www.thur.de/philo/

 

Einzelne philosophische Praxen:

PhiDi - Philosophische Dienstleistungen
Die erste philosophische Online-Praxis. Von Dr. Thomas Miller. Wie der Name sagt, wird die Praxis mit Schwerpunkt im Internet betrieben. Eine Kernaussage (Zitat): "Der Sinn von phiDi besteht darin, Philosophie außeruniversitär zu betreiben, indem phiDi Philosophie als Lebenshilfe anbietet, als Lebensform zu etablieren versucht und allgemein als Lebensphilosophie begreift. Ausdrücklich bekennt sich phiDi aber zur universitären und damit wissenschaftlichen Grundlage der Philosophie, will also nicht als Konkurrenz, wohl aber als eine mögliche Erweiterung bestehenden Philosophieren verstanden werden."
Zur Online-Praxis PhiDi:


http://www.phidi.de

Sinnsuchen.de
Philosophische Praxis für Sinnsuchende. Von Gregor Nottebom. Die Homepage verfügt über ein Ethik-Forum. In Beiträgen verschiedener Verfasser werden ferner diverse 'Themen der Zeit' diskutiert. Eine Kernaussage zum philosophischen Gespräch (Zitat): "Das Philosophische Gespräch bietet Hilfe zur Selbsthilfe! Mündiges Denken ist gerade in einer funktionalisierten Gesellschaft von großer Bedeutung. Wem vorgegebene Erklärungsmodelle zu wenig sind, der kann durch freies philosophisches Denken aus eigener Kraft zu neuem Selbstbewusstsein gelangen."
Zur Philosophischen Praxis für Sinnsuchende:


http://www.sinnsuchen.de

hentopan.de
Philosophische Praxis (Münster) von Dr. phil. Andreas Brzoska. Angebote u.a. Lebensberatung, Konfliktbewältigung, Krisen-Management, Ethik-Training mit Jugendlichen, Trauerarbeit. Wenn Sie Fragen an Andreas Brzoska haben, können Sie diese per Kontakt-Formular auf der Homepage stellen (kostenloser Service). Auf der übersichtlich und ansprechend gestalteten Homepage werden ferner die beiden oft gestellten Fragen: 'Was ist eine philosophische Praxis?' sowie 'Philosophische Praxis - Für wen?' knapp und deutlich beantwortet:


http://www.hentopan.de


Nonkommerzielles Forum für Kunst und Kultur
Private Homepage mit Galeriebereich zur Kunst und zur philosophischen Ästhetik inkl. moderiertem Diskussionforum, Newsletter uvm. von Dr. phil. Alexander Piecha, (Medien-)Künstler und Philosoph: "Interessenten, die gerne einen Aufsatz veröffentlichen möchten, nach Literatur zur philosophischen Ästhetik suchen oder sich mit Beiträgen am Diskussionsforum beteiligen wollen, sind jederzeit herzlich willkommen."

http://www.apiecha.de


gavagai.de
Private Homepage von Herbert Huber mit u.a. Rubriken zu Schule und Studium (nützliche Links) sowie zu Philosophie, Logik, Wissenschaftstheorie (Links, Rezension, Seminararbeiten uvm.).

http://www.gavagai.de

"Gavagai" - das merwürdige Wort hat man doch schon einmal irgendwo gehört? So ist es! Das Wort entstammt W.V.O. Quines Paradebeispiel für seine These der Übersetzungsunbestimmtheit: ein Linguist, der die erste Übersetzung der Sprache eines Dschungelvolkes anfertigt, hört einen Eingeborenen 'Gavagai' sagen, während dieser auf ein Kaninchen zeigt. Das Problem hat Thomas Kuhn folgendermaßen zusammengefaßt: "Quine hat [...] darauf hingewiesen, daß der Linguist, der eine radikale Übersetzung erstrebt, sehr leicht entdecken kann, daß sein Eingeborener deswegen 'Gavagai' gesagt hatte, weil er ein Kaninchen erblickte; aber es ist schon viel schwerer dahinterzukommen, wie 'Gavagai' übersetzt werden soll. Soll man dieses Wort mit irgendeinem der folgenden Ausdrücke wiedergeben: 'Kaninchen', 'Kaninchenart', 'Kaninchenteil', 'Auftauchen eines Kaninchens' oder mit einem solchen Satz, an den man zunächst gar nicht denkt?" (Kuhn [1970] 1974:260)
Kuhn, Thomas. Bemerkungen zu meinen Kritikern. In: Lakatos, Imre u. Alan Musgrave (Hgg.). 1974 [1970]. Kritik und Erkenntnisfortschritt. Abhandlungen des Internationalen Kolloquiums über die Philosophie der Wissenschaft, London 1965, Bd. 4. [Criticism and the Growth of Knowledge, Cambridge University Press, London 1970] Übers. v. P.K. Feyerabend u. A. Szabó. Braunschweig: Vieweg, 223-269.


 

 

(c) Alle Rechte vorbehalten, 1999ff.
Kirstin Zeyer, Münster,
http://www.kirstin-zeyer.de