Philosophie in den Niederlanden

Philosphie = 'filosofie' (Disziplin) und = 'wijsbegeerte' (das 'Streben nach Weisheit').
Interessanterweise sind die Niederländer in bezug auf das Wort 'Philosophie' um einen Begriff reicher als wir.

Die 'Einführung' dieser Rubrik setzt keine niederländischen Sprachkenntnisse voraus. Die Linksammlung ('Phil-Links') hingegen möchte ausdrücklich eine Hilfestellung geben bei der Suche nach (in vorwiegend niederländischer Sprache gehaltenen) Webseiten in den Niederlanden. Hinweise zum Studium der Niederländischen Philologie oder Niederlandistik in Deutschland ('Nl-Studium') sowie allgemein nützliche Links ('Links NL'), zum Beispiel zum Fremdenverkehr, Bücherbestellungen etc. finden Sie in dieser Rubrik ebenfalls.

Gibt es typisch niederländische Philosophie?
Dieser Frage ist Cornelis Verhoeven in einem Beitag für das Filosofie Magazine (s.u.) nachgegangen. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Verhoeven zufolge handelt es sich hierbei um eine geradezu unsinnige Auseinandersetzung, da Niederländische Philosophie seiner Meinung nach schlicht Philosophie auf Niederländisch sei, wie niederländische Poesie eben Poesie auf Niederländisch.

"Nederlandse wijsbegeerte is wijsbegeerte in het Nederlands, eenvoudig zoals Nederlandse poëzie poëzie in het Nederlands is."

Für wesentlich 'typischer' hält es Verhoeven dagegen, daß sich viele Menschen ohnehin gar nicht erst für Philosophie interessieren, wo auch immer diese betrieben wird, ob im antiken Athen oder im holländischen Polder:

"Voor een groot aantal mensen is filosofie zonder meer waarschijnlijk al niet interessant, waar zij ook wordt beoefend, in het oude Athene of in de Hollandse polder".

Indessen gibt es vielleicht doch ein 'typisch niederländisches' Phänomen. Das jedenfalls meint Verhoeven bei Niederländern festzustellen zu können, die zwar sehr wohl ein Interesse für Philosophie bekunden, die aber zugleich die niederländische Philosophie rigoros davon ausnehmen. Solche Menschen, vornehmlich Intellektuelle, lassen sich laut Verhoeven in zwei Gruppen einteilen: Die erste Gruppe argumentiert, daß die niederländische Philosophie als solche nichts darstellt, weil sie sich auf die Theologie stützt (und das sei zufällig jene Instanz, mit der Descartes auch schon so manches Mal Schwierigkeiten bekam). 'Ergo' ist die niederländische Philosphie in Wahrheit Pfaffenphilosophie und kann unmöglich selbst etwas darstellen:

"In de ene groep wordt gezegd dat de filosofie in Nederland niets voorstelt, omdat zij aanleunt tegen de theologie, toevallig ook de instantie waar Descartes soms last mee kreeg. Zij is 'dus' domineesfilosofie en daarom kan zij niets voorstellen."

(Anmerkung: eine traditionell starke Anbindung der Philosophie an die Theologie läßt sich in den Niederlanden Verhoevens glänzender Satire zum Trotz meines Wissens in der Tat nicht verleugnen.)

Die zweite Gruppe ist ebenfalls davon überzeugt, daß aus der niederländischen Philosophie nichts werden konnte und auch nichts werden kann. Sie beruft sich dabei allerdings auf eine andere Feststellung: niederländische Philosophen beten nämlich lediglich das nach, was die Größen im Ausland zu sagen haben. Daß niederländische Philosophen im Gegensatz zu den übrigen ihr Dasein somit als Schüler und Jünger fristen müssen, kann allerdings nur auf einen sehr unglücklichen geographischen Zufall zurückgeführt werden. Wenn niederländische Philosophen in ihrer Sprache schreiben, heißt das also in Wirklichkeit, daß sie nichts weiter tun, als Übersetzungen und Auslegungen anzufertigen.

Für Spinoza und Descartes seien die Niederlande jedenfalls alles andere als unbedeutend gewesen, fährt Verhoeven fort. Was die beiden Philosophen jedoch so wenig niederländisch erscheinen lasse, sei nicht, daß sie etwa Ausländer von Weltformat gewesen seien, sondern daß sie die niederländische Sprache nicht beherrschten. Zu ihren Lebzeiten wurde nämlich gemeinhin in Latein philosophiert und hingegen kaum in der Volkssprache (was noch bis ins 20. Jahrhundert auch in der übrigen, geographisch weniger gestraften, Welt üblich war). Der Leidener Philosophiegelehrte und spätere Kardinal Désiré Mercier verkündete so noch in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts, daß Niederländisch eine für die philosophische Lehre gänzlich untaugliche Unterrichtsprache sei, im Gegensatz zu Latein oder zu der zweifellos heiligen französischen Sprache. - Ein Irrtum, wie Verhoeven meint, denn seiner Ansicht nach kann in schlechterdings jeder Sprache prinzipiell philosophiert werden. International gebräuchliche Ausdrücke allerdings sollten dann entweder übersetzt oder unverändert in die eigene Sprache übernommen werden. Das niederländische Wort 'wijsbegeerte' sei hierfür ein gutes Beispiel. Philosophie, so Verhoevens, ist damit eine der Möglichkeiten, Sprache auf besondere Weise zu kultivieren:

"In elke taal kan gefilosofeerd worden, en internationaal gangbare termen kunnen worden overgenomen of vertaald. Ons woord 'wijsbegeerte' is daar een mooi voorbeeld van. Filosofie is een van de manieren waarop een taal gecultiveerd kan worden."

(Anmerkung: Was die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Übersetzbarkeit betrifft, könnte der kritische Leser hier vielleicht die Bedenken des Philosphen Quine gegen die Durchführbarkeit teilen, denn in der Philosophie wird dieses problematische Thema in der Tat kontrovers diskutiert - vielleicht beschränkt sich Verhoeven daher wohlweislich auf die 'internationaal gangbare termen'.)

Die Vermutung schlägt fehlt, daß es wohl Verhoevens eigener Intention entspricht, über den Umweg der Polemik schließlich die Muttersprache zu verabsolutieren. Sogar im Gegenteil führt er als abschreckendes Beispiel einer derartigen Bestrebung eine dafür typische Rede Bollands von 1911 an. Seinem eingangs zitierten Standpunkt zufolge ist die niederländische Philosophie nicht mehr, aber eben auch nicht weniger als ein Bestandteil der Kultur der niederländischen Sprache, sowie die Poesie ein ebensolcher Teil ist. Es bleibt ein Umstand, über den sich sogar Verhoeven ernsthaft verwundern kann. Sobald es nämlich um die niederländische Prosa gehe, wende sich das Blatt auf seltsame Weise. Obwohl philosophischen Werken nahezu keine Aufmerksamkeit geschenkt wird, wird dieses Manko bei den Romanen anscheinend schnell wieder wettgemacht. Romanbesprechungen erfreuen sich oft eines philosophischen Tons, wie er bei der Behandlung philosophischer Traktate nicht angemessener sein könnte. Vielleicht sei eben dies nun eine 'typisch niederländische' Form der Philosophie - Romane anstelle philosophischer Traktate.
Als Kontrast dazu macht Verhoeven noch einmal abschließend auf den niederländischen Philosophen Arnout Geulincx, Zeitgenosse Spinozas, aufmerksam. Einen Teil seiner in Latein verfaßten Ethik übersetzte Geulincx nämlich - ungewöhnlich genug - persönlich in seine Muttersprache. Dieses Buch ('Van den Hooftdeuchden') gilt Verhoeven sprachlich als eines der schönsten Bücher des 17. Jahrhunderts, des sogenannten 'Gouden eeuw' (= 'Goldenen Jahrhunderts').
Für eine Kostprobe verweise ich auf unten stehende Angaben oder, wie Verhoeven selbst, auf die Lektüre des 'Woordenboek der Nederlandsche Taal', in dem noch einige der schönen Wortschöpfungen Geulincx' vorzufinden seien. (z.B. 'Tucht-verhandeling', tucht=Zucht, verhandeling=Verhandlung, Besprechung)

Cornelis Verhoeven ist der Autor des Beitrages 'Typisch Nederlands'. Erschienen und auf Niederländisch nachzulesen im Internet in der Ausgabe Nr. 10/2000 des philosophischen Magazins 'filosofie magazine': http://www.filosofie.nl .

(Arnold/Arnoud) Arnout Geulincx (1624-1669), Begründer des Okkasionalismus: aus der bei Descartes unerklärlich gewordenen Beziehung zwischen seelischen und leiblichen Vorgängen zieht der Okkasionalist den Schluß, daß Gott 'bei Gelegenheit' diese Verbindung herstellen müsse.

'Sinn, Geltung, Wert. Zum neukantianischen Beitrag' -
Internationale philosophische Kooperation zum Nachlesen
Unter dem Titel 'Sinn, Geltung, Wert. Zum neukantianischen Beitrag' wurde im Oktober 1997 von der 'Vrije Universiteit' Amsterdam eine Tagung veranstaltet, an der renomierte Neukantianismusforscher aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz mitwirkten. Die Diskussionsbeiträge wurden in dem von Christian Krijnen und Ernst Wolfgang Orth herausgegebenen Band gleichlautenden Titels vereinigt und sind in deutscher Sprache nachzulesen (Würzburg 1998, Verlag Königshausen und Neumann: Studien und Materialien zum Neukantianismus, Bd. 12, ISBN 3-8260-1591-6). Sowohl deutsche als auch niederländische Stiftungen und Institutionen förderten Tagung und Tagungsband. Die Herausgeber weisen im Vorwort ausdrücklich auf die Besonderheit dieser Veranstaltung hin:

"Zwar hat der Neukantianismus zu seiner Zeit auch in den Niederlanden sehr wohl Einfluß ausgeübt, aber eine deutschsprachige Tagung in den Niederlanden, zu diesem Thema und mit internationaler Beteiligung dürfte auch zur Blütezeit des Neukantianismus nicht stattgefunden haben. Um so mehr kann man diese erstmalige niederländische Tagung als ein Zeichen sowohl der Brisanz der Problematik als auch der Wiederentdeckung neukantianistischer Philosopheme deuten."

Internationale Tagungen wie diese können über deren Bedeutung für die Forschung hinaus ein geradezu idealer Ort für die persönliche Begegnung auf dem offenbar noch etwas dünn besiedelten Gebiet philosophischen Interesses NL-D und D-NL sein, aus der ihrerseits wieder einmal mehr ein gemeinsamer Forschungsbeitrag resultieren könnte. Dies könnte eine kleine Anregung dafür sein, doch auch einmal auf Kongreß- oder Tagungskalender des Nachbarlandes zu achten.

(Vom 23. - 25. Mai 2001 fand die Tagung eine Fortsetzung als Workshop mit dem Thema: "Streit um die philosophische Methode: Der Neukantianismus und das Erbe des deutschen Idealismus", Vrije Universiteit Amsterdam und Rijksuniversiteit Groningen. Dabei referierten M. Baum (Wuppertal), M. Ferrari (Làquila), W. Flach (Würzburg), M. Heinz (Siegen), H. Holzhey (Zürich), A. Jagersma (Groningen), E. Kreiter (Amsterdam), Ch. Krijnen (Amsterdam/ Mannheim), R. Munk (Amsterdam), S. Nachtsheim (Aachen), E.-W. Orth (Trier), D. Pätzold (Groningen), J. Stolzenberg (Halle) und C. Zijlstra (Groningen).)

Die Niederlande als Zufluchtsort für 'gefährliche' Denker
Unter dem Titel 'Gevaarlijke denkers. Nederland als wijkplaats voor Descartes, Hobbes, Spinoza en Locke' wird vom 1. März bis einschl. 19. April 2001 von der 'illustere school', einer Initiative der Universiteit en Hogeschool Amsterdam, eine Vorlesungsreihe zu diesem Thema veranstaltet unter der Leitung von prof. dr. GA den Hartogh und prof. dr. F.C.L.M. Jacobs.
Daß die Niederlande Zufluchtsort für Descartes, Hobbes, Spinoza und Locke waren, ist zumeist das einzige weithin bekannte Faktum, das man mit der Philosophie in den Niederlanden hierzulande überhaupt in Zusammenhang bringt. Nichtsdestotrotz ist und bleibt es ein gewichtiges historisches Faktum, wie auch die Inhaltsangabe zu der genannten Vorlesungsreihe belegt. Hierin heißt es, daß das 'Goldene Jahrhundert' (de 'Gouden Eeuw') nicht gerade viele niederländische Denker hervorgebracht hat, die heute noch einen internationalen Ruf genießen. Eine Ausnahme bildet Hugo de Groot (1583-1645), der aber mehr Jurist als Philosoph gewesen ist. Eine besondere Ausnahme bildet freilich auch Benedictus de Spinoza (1632-1677), dessen erst nach seinem Tode veröffentlichte Ethik einer der Höhepunkte der modernen Philosphie ist. Sein 1670 anonym publiziertes Werk 'Tractatus theologico-politicus' provozierte einen Proteststurm: een gevaarlijke denker! ('ein gefährlicher Denker!'). Doch bishin nach Heidelberg erkannte man den Autoren als Spinoza, was ihm dann auch einen Ruf dorthin eintrug. Spinoza aber wies ab, er blieb lieber in den Niederlanden. Das Gouden Eeuw übte auch auf andere als gefährliche Neuerer bekannte Denker eine große Anziehungskraft aus. So verbrachte René Descartes (1596-1650) beinahe zwanzig Jahre seines Lebens in den Niederlanden. Die Niederlande waren Descartes zufolge "een gezond en beschaafd land, waarvan de bewoners zich het liefst bezig hielden met het vergaren van rijkdommen en die dus anderen met rust lieten", wie hier sinngemäß zusammengefaßt wird. Übersetzt in etwa: "ein gesundes und gebildetes Land, in dem sich die Bewohner am liebsten mit dem Anhäufen von Reichtümern beschäftigten und die deshalb andere in Ruhe ließen." Dennoch hatte Descartes auch in den Niederlanden mit der Universität Leiden durch ihre ausgesprochen anti-cartesianische Haltung eine ernst zu nehmende Gegnerschaft. Aufgrund dieser Gegnerschaft wurde ihm jedoch auf niederländischem Boden niemals ein Haar gekrümmt.
Interessante 'Dutch connections' konnte ebenfalls John Locke (1632-1704) aufweisen. Locke war an einer aufständischen Bewegung gegen den englischen König beteiligt, der seine Macht durch die Berufung auf 'göttliche Rechte' zu legitimieren suchte. Locke hielt einen Aufstand der Bürger für berechtigt in dem Fall, daß die Regierung der laut Locke ihr obliegenden Aufgabe nicht nachkam, die Rechte der Bürger zu schützen. Verrat zwang Locke zur Flucht in die Niederlande, wo er nicht daran gehindert wurde, die Sache der Aufständischen so gut es ging weiterhin zu unterstützen. Im Jahre 1689 kehrte er schließlich in sein Herkunftsland zurück.

Die Vorlesungsreihe ist den genannten Denkern gewidmet, die in den Niederlanden trotz ihrer 'gefährlichen' Geisteshaltung einen sicheren Verbleib gefunden haben. Dieser Reihe Philosophen hinzugefügt wird Thomas Hobbes (1588-1679), einer der radikalsten politsch-philosophischen Denker, dessen Leviathan 1651 inmitten der Unruhen des englischen Bürgerkrieges erschien. Hobbes hat die Niederlande zwar nie betreten, aber einige seiner Werke wurden hier publiziert: 'toch een wijkplaats voor zijn gevaarlijke denken' - eben doch ein Zufluchtsort für sein gefährliches Denken.
'Die Niederlande als Zufluchtsort'  - ein Konzept, das verschiedene philosophische Denker auf besondere (typisch niederländische?) Weise vereint und vielleicht auch im Nachbarland Deutschland neuerliches Interesse für diesen Blickwinkel weckt.

Für genauere Information über diese Vorlesungsreihe siehe im Internet: http://www.hum.uva.nl/ouc/

Julien Offray de Lamettrie
Einer Mitteilung von Bernd A Laska verdanke ich den Hinweis auf Julien Offray de Lamettrie (1709-1751), dessen Schrift "L'homme machine" von 1748 vornehmlich dazu führte, daß Lamettrie auch in dem sonst so toleranten Holland seiner materialistisch-atheistischen Ansichten wegen verfolgt wurde. Er floh - einer rettenden Einladung Friedrichs des Grossen folgend - nach Potsdam.
Für ausführliche Informationen von Bernd A Laska über Lamettrie siehe die Linksammlung 'Philosophen' weiter unten.

L.E.J. Brouwer und A. Heyting: Beispiele einer besonderen niederländischen Tradition
Von Georg Kamp erhielt ich den Hinweis auf L.E.J. Brouwer und A. Heyting. Die informative und sehr lesenswerte Mitteilung erscheint hierunter nahezu unverändert und mit freundlicher Genehmigung von Georg Kamp.

Liebe Kristin Zeyer,

erlauben Sie einen ergänzenden Hinweis zu Ihrer Darstellung der 'Philosophie in den Niederlanden': Der erste Name, der sich wohl bald einstellt, wenn Logiker und Sprachphilosophen an die Philosophie in den Niederlanden denken, ist der L.E.J. Brouwers, dicht gefolgt von dem außerhalb dieser Debattenkreise zwar sicher weniger bekannten, für die Entwicklung der Philosophie im 20. Jh. jedoch nicht weniger bedeutsamen A. Heyting.

Zwar schließe ich mich ganz uneingeschränkt Ihrer Auffassung an, dass niederländische Philosophie eben Philosophie in niederländischer Sprache ist. Gleichwohl wird man darum nicht leugnen müssen, dass es regionale Konzentrationen bestimmter philosophischer Schulen gibt: Sei es durch die Sprache bedingt, in der eine schulstiftende Lehre verfasst ist, sei es durch so banale Zusammenhänge wie die Herausbildung universitärer Berufungskartelle oder durch so wenig banale Dinge wie ein übersteigerter Nationalstolz: Dass gelegentlich auch inhaltliche Besonderheiten eines wissenschaftlichen Debattenkreises mit den Grenzen einer Nation oder einer Sprachgemeinschaft koinzidieren, ist keine Seltenheit: Außerhalb Deutschlands hat der hier in den 70ern sehr einflussreiche Erlanger Konstruktivismus kaum Beachtung gefunden, die Erkundung der Brentano-Schule ist nicht nur eine Spezialität der Österreicher, sondern fördert nach deren Selbstverständnis auch so etwas wie eine österreichische Philosophie zu Tage, der Krausismo in Spanien und Lateinamerika wird außerhalb Spaniens mit einem wissenden Lächeln als historisches Zufallsprodukt abgetan, und auch wenn der kontinentale Analytiker das Sortierschema amerikanischer Bibliotheken nach Zugehörigkeit der Bücher zur Analytical Philosophy vs. Continental Philosophy als unangemessen zurückweist, hält er sich gleichwohl nicht mit seinen Sottisen über eine vermeintlich französische Philosophie zurück. Mancher "Kontinentalist" hebt gar gerade seine "kontinentale" Tradition hervor und wirft der analytischen Philosophie vor, sie sei so etwas wie die notwendig resultierende Schrumpf-Form von Philosophie, die sich unausweichlich einstellt, wenn man zum Philosophieren auf jenen westfriesischen Dialekt angewiesen ist, in dem die Bildung von Substantivierungen nur behelfsweise funktioniere ("Being and Nothingness") ...

Im vagen Sinne einer kontingenten, nicht mit einem so-und-so gearteten Naturell der Einwohner eines Landes oder den Eigenschaften einer Sprache, wohl aber mit historischen Sachverhalten korrespondierenden disziplinären Entwicklung kann sehr wohl von einer spezifisch niederländischen Traditionsbildung in der Philosophie (und auch der Mathematik) die Rede sein:

Mit Blick auf die Wirkungsgeschichte kann man bei einiger Grobheit die von Brouwer unter dem Namen 'Intuitionsimus' auf den Weg gebrachte Konzeption in drei Teilaspekte zerlegen:

(i) die nicht traditionsbildende, aber für den Namen verantwortliche erkenntnistheoretische Konzeption, mit der er den Aufbau der Mathematik auf eine Urintuition der Folge (modern: auf eine nicht schulungsbedürftige Fähigkeit zum sequenziellen Handeln) gründen wollte;

(ii) der zunächst im Grundlagenstreit der Mathematik diskutierte Konstruktivismus mit seiner Kritik am Aktual-Unendlichen und der Rückbindung epistemischer Konstruktionen an deren sprachliche Lehr- und Lernbarkeit, der heute über Brouwers Einfluss auf L. Wittgenstein und M. Dummett weite Bereiche der Sprachphilosophie, Philosophy of Mind, aber auch der Wissenschaftstheorien beherrscht (Realismus-Anti-Realismus-Debatte, Mentalismus-Anti-Mentalismus-Debatte);

(iii) die sog. intuitionistische Logik, die mit Blick auf die konstruktivistische Kritik am Aktual-Unendlichen bestimmte klassische Beweisformen nicht zulassen will und die heute v.a. in der von A. Heyting entwickelten Kalkülisierung verbreitet ist, derzufolge nicht generell von non-non-A auf A gefolgert werden darf und nicht generell das tertium non datur (A oder non-A) beweisbar ist. Hierüber ist nicht nur die Vorstellung erschüttert worden, die klassische Logik sei die eine und einzig richtige, einzig gültige Logik, auch Heytings (und Brouwers) operatives Verständnis der Folgerungszusammenhänge hat maßgeblich auf wahrheitstheoretische und bedeutungstheoretische Debatten eingewirkt (wiederum: Das Realismus-Syndrom).

Die von Brouwer und Heyting für die Entwicklung der modernen Sprachphilosophie gegebenen Anstöße waren immens; mehrere aktuelle philosophische Großdebatten haben hier einen ihrer historischen Anfänge. Vielleicht erschöpft sich nun die angesprochene spezifisch niederländische Traditionsbildung in der Philosophie darin, dass dieser historische Ausgangspunkt in den Niederlanden häufiger und deutlicher betont wird und dass die z.T. ja in niederländischer Sprache verfassten Beiträge hier gepflegt werden -- eine Besonderheit der insgesamt an niederländischen Universitäten betriebenen Philosophie, kenntlich u.a. auch an einer signifikant hohen "Spezialisten-Dichte", bildet diese Tradition allemal.

Noch deutlicher zeichnet sich diese Besonderheit übrigens in der Mathematik ab: Eine durch Brouwers Kritik gegenüber dem Aktual-Unendlichen sensibel gewordene oder eine mit intuitionistischer Logik argumentierende Mathematik findet sich außerhalb der Niederlande vernachlässigbar selten, viele Niederländische Mathematiker jedoch sind mit intuitionstischen und konstruktivistischen Ansätzen vertraut. Diese Besonderheit wird vielleicht auch dadurch befördert, dass Brouwer als gelernter Mathematiker auch wesentliche Beiträge zur mathematischen Topologie geliefert hat. Dies wird sicher nicht nur zu der ausgesprochen hohen "Spezialisten-Dichte" an niederländischen Instituten auch auf diesem wissenschaftlichen Terrain geführt haben, sondern auch mit verantwortlich dafür sein, dass auch die anderen wissenschaftlichen Beiträge Brouwers in den Niederlanden ungleich präsenter sind als anderswo.

Wenn Sie also auf Ihren Seiten im Anschluss an Verhoeven die Frage nach einer typisch niederländischen Philosophie sicher zu Recht verneinen, so will ich doch einschränkend ergänzen: Es gibt wenigstens in einigen Teilgebieten der Philosophie Besonderheiten der in den Niederlanden betriebenen akademischen Philosophie. Hinzuzufügen bleibt: Dies ist natürlich keine "Philosophie auf Niederländisch" im Sinne Verhoevens -- natürlich sind die Publikationen zum Thema fast ausschließlich in jenem westfriesischen Dialekt verfasst, in dem die Bildung von Substantivierungen nur behelfsweise funktioniert ...


Mit bestem Gruß

Georg Kamp

Für Informationen über L.E.J. Brouwer und A. Heyting siehe auch die Linksammlung 'Philosophen' weiter unten.

Philosophie und Poesie
Eine poetisch-polemische Betrachtung von M. H. Benders. Der von mir (recht wörtlich) übersetzte Text ist im Original in niederländischer Sprache erschienen (Titel: 'Wittgenstein en de bruinende lezers') und auf folgender Literaturwebsite nachzulesen:
http://www.kannibaal.nl

Das dicke Portemonnaie von Wittgenstein und die bräunenden Leser

Allererst ist meiner Meinung nach alle Dichtung die Folge einer speziellen Art von Verrücktheit. Eine seltene Art von Verrücktheit, die in psychiatrischen Einrichtungen nur auf Unverständnis stoßen würde und Entrüstung hervorriefe bei Seelenheilern, die nichts von Verrücktheiten halten, die nicht mit Pillen zu 'heilen' sind. Ein geheilter Mensch ist dann entsprechend ein poetisches Gegengift: der Dichter will nie von der Verrücktheit geheilt werden. Der Dichter sucht die Verrücktheit. Der Dichter hält mit Argusaugen Ausschau nach allem, was sich als 'gesund' ausgibt, weil da die Maschine haust, die allein in der Stille zu laufen weiß. Zuwider muß dem Dichter das Glück der Stillesuchenden bleiben, die genau besehen nur Sonnenanbeter des Wortes sind. Das Gros der Leser schlägt einzig aus dem Grunde ein Buch auf, aus exakt demselben andere ein Handtuch am Strand aufschlagen: sie wollen braun werden, die Leser, sie wollen eine dicke Haut züchten, da man es damit weit bringt in unserer Gesellschaft. Und durch die Bank ist es so, daß man in Gedichtsammlungen gewöhnlich die meiste Bräune bekommt durch die sogenannte 'Stille'. Das ist größtenteils die Schuld des ewigen 'Dichterfreundes' Wittgenstein, der noch immer mit seinem dicken Portemonnaie den Ästheten nach dem Mund redet: worüber man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen. Und Schweigen, das können die Dichter. Mummelnde alte Männer, die in den Nischen von Bibliotheken sparsam ein paar Abstraktionen in ein Mikrofon murmeln. Niemand versteht da etwas von, aber man weiß die Stille zwischen den Worten zu genießen wie kein anderer.

Der Dichter muß eine Verrücktheit suchen. Eine Verrücktheit, die jeder erkennt, aber die eigentlich niemand kennen will. Der Dichter muß ein Finger in der Wunde werden. Keine erkennbare Neurosen, keine vorhersagbare Schizophrenie: Der Dichter muß bereit sein, Jahre lang als Versuchskaninchen einer Krankheit zu fungieren, die es noch nicht gibt. Und dann muß er etwas schreiben, etwas, das so infizierend ist, daß es augenblicklich Opfer gibt.

Und hat der Dichter schließlich die Stimme dieser speziellen Verrücktheit im eisern festen Griff, ja, dann noch wird ihm das dicke Portemonnaie von Wittgenstein nicht viel sagen. Was will der Mann denn nun mit dem dicken Portemonnaie? Ein Dichter ist doch viel mehr mit dem beschäftigt, worüber man nicht schweigen kann? Der bräunende Leser möchte jedoch, daß sein Geist zum Schweigen gebracht wird, und so ist vieles, das als Dichtung durchgehen muß, eine flatterige und dünne Art Zensur; eine Zensur, die in Wahrheit auch durch die Leser selbst geschaffen wird. Die meisten Menschen lesen ein Gedicht nicht, sondern 'lassen ein Gedicht auf sich einwirken' - genau, das tut man mit Sonnencreme eben auch.

Eulenspiegel und Dr. Faustus? - Zum Verhältnis Niederlande-Deutschland
Mit dem Vergleich von 'Eulenspiegel' (als Kaufleute müssen Niederländer gute Psychologen sein) und 'Dr. Faustus' (Deutsche als Philosophen) beantwortete der niederländische Bestsellerautor Harry Mulisch in der ARD-Sendung 'Biolek' vom 10.12.2002 die Frage nach dem Unterschied zwischen Niederländern und Deutschen.

Die folgenden Anmerkungen zu Mulischs Vergleich verdanke ich dem niederländischen Autor J.Z. Herrenberg, dessen umfangreicher Debütroman 'Door het Oog van de Cycloon', demnächst bei IJzer (Utrecht) erscheinen wird. (Vorankündigung bei IJzer: http://www.uitgeverij-ijzer.nl/cycloon.htm)

Originalbeitrag:

Mulisch' opmerking over de relatie NL-D is, zoals gewoonlijk, interessant, maar gaat, ook zoals gewoonlijk, weer niet diep genoeg. Als het al waar is wat hij daar beweert - Nederlander zakelijke Uilenspiegel, Duitser filosofische Faustus -, dan is de betere vraag: wat doet een zakenman, en waarom, en wat doet een filosoof, en waarom? Wat wil het zeggen dat een volk zijn vervulling vindt in "geld", en een ander volk in "geest"? Welke levensbehoefte steekt achter die twee bezigheden, en langs welke historische weg is het zo gekomen dat een volk uit het rijke scala van menselijke mogelijkheden juist deze bezigheden kiest? [...]
Paul Virilio schrijft ergens, dat in het oude Athene de handels- en denkdrift ook gevoed werden door het wezen van een stad zelf: veel mensen bij elkaar, onderlinge wedijver, agressie, afgunst. Hij zegt dat de Agora moest ontstaan, zoals later het Forum bij de Romeinen, als plaats waar de urbane energieën konden worden omgezet in iets anders - handel en gedachtenuitwisseling - zonder het stadslichaam zelf aan stukken te rijten. Verbind dit met Nederland, met zijn enorme dichtheid aan mensen en steden, en je ziet wat een mogelijk antwoord kan zijn op de vraag waarom Nederlanders handel drijven: het is de oorlog die anders het eigene uiteen zou kunnen scheuren. Kijk naar andere handelsnaties (Engeland, de Venetiaanse republiek), en mijn these wordt bevestigd: Engeland is een eiland, iedereen is tot elkaar veroordeeld op een fort in de zee... Venetië ligt geïsoleerd...
Hoe het dan met Duitsland zit [...] (en daarmee zeg ik niks nieuws): verhinderde staatswording en trauma door de Dertigjarige Oorlog (gevolg: Innerlichkeit), versnipperdheid en isolatie van regio's, het ontbreken van een fysieke natie schept een substituut in het geestelijke: filosofie, muziek, literatuur. Kernzin (Wagner): Zerging in Dunst das heil'ge röm'sche Reich, uns bliebe gleich die heil'ge deutsche Kunst! (einde 'Meistersinger von Nürnberg') En: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen...

Übersetzte und von Herrenberg durchgesehene und erweiterte Fassung:

Mulischs Bemerkung zum Verhältnis NL-D ist, wie gewohnt, hochinteressant, geht aber, auch wie gewohnt, leider nicht tief genug... Wenn Mulischs Behauptung stimmt - "der" Niederländer ein geschäftstüchtiger Eulenspiegel, "der" Deutsche ein philosophischer Faust ("Nationalcharakter" ist immer Vereinfachung) --, dann lautet, m. E., die bessere, philosophischere Frage: was tut ein Geschäftsmann, und warum, und was tut ein Philosoph, und warum? Was soll es besagen, daß ein Volk seine Art von Erfüllung findet im "Geld", und ein anderes im "Geist"? Welches Lebensbedürfnis steckt hinter diesen beiden Beschäftigungen? Welches Sinnstiftungsproblem wurde durch sie gelöst, bewusst oder unbewusst? Und auf welchem historischem Weg kommt es dazu, dass ein Volk aus der breiten Skala menschlicher Möglichkeiten gerade diese, und keine andere, Beschäftigung wählt?
Die Antwort ist nicht zu geben. Der Beginn einer Antwort, jedoch, lässt sich in schüchternen ersten Ansätzen wohl versuchen.
Paul Virilio schreibt irgendwo, daß im antiken Athen Handels- und Denktrieb auch durch das Wesen einer Stadt selbst genährt wurden: viele Menschen beieinander, Wetteifer, Agression, Mißgunst. Er sagt, daß die Agora entstehen mußte, wie später das Forum bei den Römern, als ein Platz, auf dem die urbanen Energien umgesetzt werden konnten in etwas anderes - Handel und Gedankenaustausch -, um den Stadtkörper selbst nicht zu zerreißen. Überträgt man dies auf die Niederlande, mit seiner enormen Dichte von Menschen und Städten seit dem Mittelalter, dann sieht man eine mögliche Antwort auf die Frage, warum Niederländer Handel treiben: es ist der (Bürger)Krieg, der andernfalls das Eigene auseinanderreißen könnte. Der Blick auf andere Handelsnationen (England, die Venezianische Republik) bestätigt diese These: England ist eine Insel, ein jeder ist zum Miteinander verurteilt in einem Fort auf dem Meer... Venedig liegt isoliert ... (NB Ich betrachte den vielgerühmten englischen Humor als das verbale Pendant zum Handel: die Leute rücken einander mit Witz zu Leibe. In dieser Hinsicht war Cromwell das vorübergehende puritanische Ende dieses Nation sichernden Humors).
Wie es sich mit Deutschland verhält, und jetzt verfahre ich stichwortartig: verhinderte Staatsbildung und Trauma durch den Dreißigjährigen Krieg (infolgedessen: Innerlichkeit, Pietismus, Bachs melancholische Polyphonie), Zersplitterung und Isolation von Regionen, das Fehlen einer physischen Nation schaffen ein Subsitut im Geistigen: Philosophie, Musik, Literatur. Kernsatz (Wagner): Zerging in Dunst das heil'ge röm'sche Reich, uns bliebe gleich die heil'ge deutsche Kunst! (Ende 'Meistersinger von Nürnberg') Die erste (und vielleicht einzige?) Vereinigung der Deutschen war (ist?) im Geiste.

 

 



Linksammlung Philosophie NL

 

Universitäten NL / B
Hierunter finden Sie eine Übersicht verschiedener niederländischer und belgischer Universitäten in alphabetischer Reihenfolge (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

NL
Amsterdam, Universiteit: http://www.uva.nl
Brabant (Tilburg), Katholieke Universiteit: http://www.uvt.nl
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.uvt.nl/faculteiten/fgw/dfi/
Amsterdam, Vrije Universiteit: http://www.vu.nl
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.ph.vu.nl
Delft, Technische Universiteit: http://www.tudelft.nl
Groningen, Rijksuniversiteit: http://www.rug.nl
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.rug.nl/filosofie/index
Leiden, Rijksuniversiteit: http://www.leidenuniv.nl
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.filosofie.leidenuniv.nl/
Maastricht, Universiteit: http://www.unimaas.nl
    >direkt zur Fakultät der Kulturwissenschaften: http://www.fdcw.unimaas.nl
Nijenrode, (priv.) Universiteit: http://www.nijenrode.nl
Nijmegen, Katholieke Universiteit: http://www.kun.nl
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.kun.nl/phil
Rotterdam, Erasmus Universiteit: http://www.eur.nl
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.eur.nl/fw/
Twente, Universiteit: http://www.utwente.nl
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.gw.utwente.nl/
Utrecht, Universiteit: http://www.uu.nl
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.phil.uu.nl
Utrecht, Universiteit voor Humanistiek: http://www.uvh.nl
Wageningen, Universiteit: http://www.wau.nl/nl/organisatie/index.html  

B
Antwerpen, Universiteit: http://www.ua.ac.be
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.ua.ac.be/main.aspx?c=*FACLW&n=1659
Brussel, Katholieke Universiteit: http://www.kubrussel.ac.be
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.kubrussel.ac.be/onderwijs/letterenwijs/wijsbegeerte/index.htm
Brussel, Vrije Universiteit: http://www.vub.ac.be
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.vub.ac.be/LW/
Gent, Universiteit: http://www.rug.ac.be/
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.flwi.rug.ac.be/nl/home.xml
Leuven, Katholieke Universiteit: http://www.kuleuven.ac.be/kuleuven/
    >direkt zur Phil. Fakultät: http://www.kuleuven.ac.be/facdep/hiw/homened.htm


Philosophische Bibliotheken / Bibliographien

Bibliothek der Universität Amsterdam (UBA):
http://www.uba.uva.nl/gw/vakgebied_wijsbegeerte.cfm
Neben dem eigenen Bestand: Phil. Fakultäten in NL und B, umfangreiche Spezialseiten zu Spinoza und Descartes, fachspezifische Links, übersichtliche Linksammlung zu Katalogen, Bibliotheken, Datenbeständen, Diskussionsforen, elektronischen Zeitungen/Zeitschriften, Kollegs, Kursen etc.

Koninklijke Bibliotheek - Nationale bibliotheek van Nederland:
http://www.kb.nl/gidsen/filosofie/filosofie.html
Teilsammlungen Hegel-Bolland und Spinoza u.a.

Wijsbegeerte in Nederland (WiN):
http://poortman.kb.nl/
Digitale Informationsquelle zur Geschichte der Philosophie in den Niederlanden (elektronische Fortsetzung des 1948-1983 erschienenen Nachschlagewerks "Poortmans Repertorium der Nederlandse Wijsbegeerte").


Philosophen

Spinoza (1632-1677) & Descartes (1596-1650):
http://www.uba.uva.nl/spinoza
Spezielle umfangreiche Seiten zu Spinoza und Descartes führt die Bibliothek der Universität Amsterdam (UBA).

Desiderius Erasmus (1469?-1536):
http://www.erasmus.org
Digitale Biographie der Universität Rotterdam über Werk, Reisen und Philosophie des bekannten Rotterdamer Humanisten.

Constantijn Huygens (1596-1687):
'Constantijn Huygens De Gedichten':
http://www.let.leidenuniv.nl/Dutch/Huygens/
Alle Gedichte von Constantijn Huygens

Hugo Grotius (Huig de Groot) (1583-1645):
http://www.philo.de/Philosophie-Seiten/personen/grotius.shtml
Dieter Köhler hat auf den Philosophie-Seiten Querverweise zum Werk, Übersetzungen und Sekundärliteratur zusammengestellt.

Julien Offray de Lamettrie (1709-1751)
http://www.lsr-projekt.de/lm.html oder einfach http://la.mettrie.pagina.de
Die Seite ist Bestandteil des Projektes 'LSR' von Bernd A Laska, der einen Zusammenhang der Philosophen Lamettrie, Max Stirner und Wilhelm Reich herausgearbeitet hat und diesen unter folgender URL präsentiert: http://www.lsr-projekt.de
Het lsr-project is nu ook in het Nederlands beschikbaar (overzicht/en, introducties enz.): http://www.lsr-projekt.de/poly/nl.html

Luitzen Egbertus Jan Brouwer (1881-1966)
http://www-groups.dcs.st-and.ac.uk/~history/Mathematicians/Brouwer.html
Informationen (in engl. Sprache), Foto und Links zu Brouwer von der School of Mathematical and Computational Sciences, University of St Andrews, deren 'Mac Tutor History of Mathematics Archiv' über 1000 Biographien umfaßt.
http://plato.stanford.edu/entries/brouwer/#Bib
Umfangreiche Informationen (in engl. Sprache) finden sich auch in der Stanford Encyclopedia of Philosophy.

Arend Heyting (1898-1980)
http://www-groups.dcs.st-andrews.ac.uk/~history/Mathematicians/Heyting.html
(Wie hierüber Brouwer) Informationen (in engl. Sprache), Foto und Links zu Heyting von der School of Mathematical and Computational Sciences, University of St Andrews.

Bernard Mandeville (1670-1733)
http://www.eur.nl/mandeville/bernardmandeville
Informationen in niederländischer Sprache der Erasmus Universität Rotterdam über den in den Niederlanden geborenen Philosophen, Arzt und Schriftsteller, insbesondere über Lesungen, die durch die Stiftung Bernard Mandeville organisiert werden.
http://www.bautz.de/bbkl/m/mandeville_b.shtml
Deutschsprachige Information des Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Verlag Traugott Bautz.
Den Hinweis auf Mandeville verdanke ich Arne C. Jansen, der derzeit an einem thematischen Internetprojekt zu Mandeville und Max Stirner arbeitet. Ob und wiefern Mandeville, der nach Abschluß seines Studiums nach England ging, als typisch niederländisch geprägter Autor anzusehen ist, sollte die eigene Lektüre entscheiden. Nach der Meinung von Arne C. Jansen ist Mandeville immer Niederländer geblieben: '...altijd Nederlander gebleven, dus nooit genaturaliseerd tot Engelsman'.
http://www.bernard-mandeville.nl/index.htm
(Seit März 2005) 'Nederlands in hart in ziel' - Niederländische Informationen über Bibliographie, Poesie, Prosa, Forschungsstand usw. von und zu Mandeville, zugleich eine Hommage à Mandeville von Arne C. Jansen.
(Neu! März 2006) Sukzesive werden die ursprünglich in englischer Sprach verfaßten Bücher von Mandeville auf niederländisch erscheinen. Wie mir freundlicherweise Arne C. Jansen mitteilte, wird der erste Teil Ende März im Verlag Lemniscaat veröffentlicht unter dem Titel "De wereld gaat aan deugd ten onder" (ISBN: 9056377973), deutsch etwa: "Die Welt geht an Tugend zugrunde".
http://www.lemniscaat.nl

Cornelis Verhoeven (1928-2001)
http://www.cornelisverhoeven.nl
Informationen (in ndl. Sprache). Ich verdanke den Hinweis Arne C. Jansen, der den Begriff 'soziale Gerechtigkeit' mit Verhoeven 'oberhalb der Baumgrenze' ansiedelte. 'Boven de boomgrens' (1977) lautet dann auch ein Buchtitel des Gegenwartsphilosophen.

Hinweis: Viele Links und Querverweise speziell zu Philosophen aus dem niederländischen Sprachraum sind auf der Homepage der Universität Leiden zu finden.


Philosophische Schulen / Kurse / Selbststudium

Internationale School voor Wijsbegeerte (ISVW):
http://www.isvw.nl
Philosophie für die Praxis fruchtbar zu machen, ist der Auftrag der 1916 u.a. von dem Autor/Psychiater Frederik van Eden und dem Mathematiker/Intuitionisten L.E.J. Brouwer gegründeten Schule, die keiner bestimmten phil. Strömung folgt. Der ISVW bietet jährlich phil. Konferenzen und Kurse an, die meist an den Wochenenden oder den Ferien im eigenen Konferenzgebäude in De Queste, bei Leusden, Amersfoort, stattfinden (Übernachtungsmöglichkeit). Zur Förderung der Qualität der phil. Forschung in den Niederlanden und in Flandern wird außerdem alle zwei Jahre durch den ISVW ein Forschungsbeitrag mit einem Preis ausgezeichnet.

De illustere school:
http://www.illustereschool.nl
Die Schule ist eine Initiative der UHA (Universiteit en Hogeschool Amsterdam). Es finden regelmäßig Lesungen, Kollegs etc. statt. (siehe oben: Vorlesungsreihe 'Gefährliche Denker')

Amsterdam - Maastricht Summer University:
http://www.amsu.edu
Internationale Kurse und Kollegs. Parnter sind u.a. die Universitäten Amsterdam und Maastricht sowie die
Hogeschool Amsterdam: http://www.hva.nl und die
Felix Meritis Foundation: http://www.felix.meritis.nl.

Open Universiteit Nederland:
http://www.ou.nl
'Zelfstudie, studeren via internet, een leven lang leren' - Selbststudium, Studieren via Internet, Ein Leben lang lernen.

Hinweis: Die Bibliothek der Universität Amsterdam (UBA, siehe oben) bietet eine besonders umfangreiches Linksammlung zum Bereich Schulen / Kurse an.


Kinderphilosophie

Centrum voor kinderfilosofie hogeschool Inholland Alkmaar:
http://www.kinderfilosofie.nl/
Das Zentrum für Kinderphilosophie beschäftigt sich mit dem Philosophieren mit Schulkindern, vornehmlich in der Grundschule.
Auf der Homepage finden Sie weiterführende Adressen, Literatur, Untersuchungen, Newsletter, Aktuelles usw.


Philosophiegeschichte

Geschiedenis van de filosofie in Nederland en in Vlaanderen:
http://www.xs4all.nl/~nox/
Übersicht über die verschiedenen Perioden von der Antike bis zur Gegenwart sowie Zitate der wichtigsten Denker.
(Private, in NL mit Recht gern als Link aufgeführte Homepage von Erno Eskens)


Philosophische Disziplinen / Richtungen

Poëzie en filosofie:
http://www.woordenwisseling.com/inhoud.htm
Webseite, die das Verhältnis zwischen Poesie und Philosophie beleuchtet und dort ansetzt, wo die Aporien der Philosophie als ein unbefriedigendes Dilemma empfunden werden. Zitat eines prägnanten Beispielsatzes: "Waarvan men niet spreken kan, daarover moet men dichten." - Eine schöne Auflösung des letzten Satzes aus dem 'Tractatus logico-philosophicus' von Wittgenstein: "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen." Östliche Philosophie wird hier ferner besonders berücksichtigt.

Studium Generale:
http://www.sg.uu.nl
Interdisziplinäres Angebot von Lesungen und Symposien auf wissenschaftlichem und kulturellen Gebiet der Universität Utrecht. Tip: In der Rubrik 'Publikationen' steht der ausverkaufte Sammelband 'Schepping, wereldbeeld en levensbeschouwing' (2003), hg. von Floris Berg, als pdf-Datei zur Verfügung.

Wetenschapsfilosofie:
http://www.prevos.net/cultuur/c01221/index.htm
In übersichtliche Kapitel gegliederte Zusammenfassung des 1. Drucks (1995) von C. De Beij und Peter Prevos; viele grundlegende Begriffserklärungen.
http://www.fss.uu.nl/wetfil/96-97/wel96.htm
Interaktives Diskussionsprojekt zur Wissenschaftsphilosophie von der Universität Utrecht, Fakultät Sozialwissenschaften.
http://nl.wikipedia.org/wiki/Wetenschapsfilosofie
Ausführlicher Eintrag auf NL in der freien Enzyklopädie 'Wikipedia'

Ethiek:
http://www.ethiek.nl
Redaktionell betreute Übersicht mit u.a.. News, Literaturhinweisen, weiterführenden Links.

Politische Philosophie / Sozialphilosophie:
http://www.niederlandenet.de
NIEDERLANDENET.DE – Das Online-Portal über die Niederlande und die Deutsch-Niederländischen Beziehungen.

Hinweis: eine übersichtliche Linksammlung zu verschiedenen Disziplinen bietet das Filosofie Magazine (siehe hierunter).


Forschungsprojekte /-zentren

Universität Rotterdam, Phil. Fakultät:
http://www.eur.nl/fw/onderzoek
Übersicht Forschungsprojekte ('onderzoek') der Erasmus Universität Rotterdam.
Tip: unter dem Stichwort 'onderzoek' sind an vielen Universitäten der Niederlande oder Belgien weitere Forschungsprojekte verzeichnet.

Centrum voor Duits Idealisme:
http://www.ru.nl/cdi/
Das 1997 gegründete Zentrum für deutschen Idealismus widmet sich der klassischen deutschen Philosophie. Viele thematische Querverweise und brauchbare Links.

Centre for Logic and Philosophy of Science:
http://logica.rug.ac.be/centrum/
Zentrum für Logik und Wissenschaftstheorie der Universität Gent, Belgien, mit u.a. zur Verfügung gestellten Texten im pdf-Format (vorwiegend in engl. Sprache).

Centrum voor Biomedische Ethiek en Recht (Kath. Univ. Leuven):
http://www.kuleuven.ac.be/cbmer/

Hinweis: Für die gezielte Suche nach deutschen Forschungsprojekten mit Bezug auf den belgischen oder niederländischen Raum siehe die Forschungsdatenbank unter dem Link NL-Studium.


Philosophische Magazine / Zeitschriften

Filosofie Magazine:
http://www.filosofie.nl
Das in den Niederlanden wohl erfolgreichste philosophische Magazin. Laufend News, recherchier- und teils im Internet komplett nachlesbare Artikel, eine der größten und übersichtlichsten Linksammlungen zur Philosophie außerhalb wissenschaftlicher Institutionen. Hat laut Epimedium (siehe hierunter) wesentlich dazu beigetragen, die Philosophie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Epimedium:
http://www.epimedium.nl
"Das erste philosophische e-zine in niederländischer Sprache". Online-Magazin. Viele interessante Artikel. (Resümee aus einem Zufallsfund: Haben Sie gewußt, daß die in Deutschland weithin bekannte 'Kleine Weltgeschichte der Philosophie' von Hans Joachim Störig in den Niederlanden seit Jahren das meist verkaufte philosophische Buch ist? Jährlich erscheinen rund 300 neue philosophische Titel in den NL. Überraschend ist, daß moderne Philosophen wie z.B. Martha Nussbaum sich in den NL besser verkaufen als Klassiker wie Plato, Nietzsche oder Kant. - Epimedium bezog diese Informationen aus dem 'Boekblad', einer Fachzeitung für den Buchhandel)


Herausgeber, Philosophie

Boom:
http://www.uitgeverijboom.nl
Im wissenschaftlichen Bereich aktiver Herausgeber. Laut Epimedium (s.o.) die schönste Auswahl philosophischer Bücher. Hält sich fern von Esoterik. Gibt sowohl klassische Reihen heraus, als auch eine Essay-Reihe zeitgenössischer Denker (u.a. Derrida, Sloterdijk, Achterhuis, Ijsseling en Verhoeven). Der 42 Seiten starke Katalog zur Philosphie kann via Internet bestellt werden.


Philosophische Cafés

Felix en Sofie:
http://www.felix-en-sofie.nl
Phil. Café (Amsterdam). Viele Rubriken, Links und Querverweise.

Phil. Café (Utrecht):
http://www.philos.rug.nl/~mig/filocafe/main.htm
Durch Ehemalige der Phil. Fakultät Groningen ins Leben gerufene 'Stichting Denkwerk'. Wendet sich an philosophisch Interessierte, die jedoch Philosophie nicht unbedingt studieren wollen oder können.

Phil. Café (Breda):
http://www.wijsgeer.nl/filosofisch_cafe/
Für alle, die gerne kritisch nachdenken.

Phil. Café (Utrecht):
http://www.hofman-cafe.nl/filos.htm
Etwas kunterbunt, aber gutes Archiv.


Philosophische Reiseführer

Filosofische Reisgids voor Nederland en Vlaanderen.
Verlag: Contact, Amsterdam. Preis: fl 69.90. ISBN: 9025495478.
Philosophischer Reiseführer von Erno Eskens, im Internet zu finden und zu bestellen z.B. beim Filosofie Magazine oder Online Buchhandlungen; schnell und einfach gefunden z.B. bei http://www.libris.nl.
Erno Eskens (1964) ist Philosoph und Redakteur des philsophischen Magazins Filosofie Magazine.
Hierunter finden Sie den Klappentext:


Wat deden Ludwig Wittgenstein en Bertrand Russell in hotel Pomona in Den Haag? Of Schopenhauer in dat armetierige kroegje in Deventer, en Descartes in de Domtoren? Dat Erasmus in Rotterdam is geboren wist u, maar minder bekend is dat John Locke Enkhuizen heeft bezocht en daar niet erg gelukkig was, net zomin trouwens als Camus in Brussel en Montesquieu in Den Bosch. Verder kunt u in dit boek lezen hoe David Hume in Gorinchem door het ijs zakte, wat Karl Marx te maken heeft met Brussel, Antwerpen, Maastricht, Den Haag en Zaltbommel, en wat Michel Foucault in De Melkweg in Amsterdam uitspookte.
Er bestaan verbazingwekkend veel anekdotes en citaten van filosofen die in Nederland of Vlaanderen hebben geleefd of gewerkt. Uiteraard betreft dat nationale denkers als Erasmus, Coornhert en Hugo de Groot, maar net zo vaak blijken de Nederlanden als plaats van handeling een rol te spelen in de internationale wijsbegeerte. De Filosofische reisgids voor Nederland en Vlaanderen geeft een geografisch geordend overzicht, compleet met adressen en wandelroutes. Het boek biedt informatie over honderden plaatsen in Nederland en Vlaanderen en bevat stadswandelingen door Amsterdam, Antwerpen, Brussel, Den Haag, Delft, Deventer, Groningen, Haarlem, Leiden, Leuven, Rotterdam en Zwolle.

 

Trefpunt Plato, een filosofische reisgids door de antieke wereld.
Verlag: Muntiga. Preis: fl 16. ISBN: 9041701842.
Online schnell und einfach gefunden z.B. bei: http://www.boeknet.nl.
Das Buch ist die niederländische Übersetzung des philosophischen Reiseführers von Klaus Held: Treffpunkt Platon. Philosophischer Reiseführer durch die Länder des Mittelmeers. 2., durchgesehene Auflage. Stuttgart 1990. (Näheres dazu finden Sie auf dieser Homepage in der Rubrik Interessengebiete, Einführungsreferate zur Antike)
Klaus Held (1936) ist Philosophieprofessor in Deutschland.
Hierunter finden Sie den Klappentext:

Trefpunt Plato is een filosofische reis door de gedachtenwereld van de grondleggers van de Europese cultuur, de Grieken en de Romeinen. Klaus Held doet drieëntwintig belangrijke centra van wetenschap en filosofie aan: van Milete tot Istanboel. Uitgangspunt zijn de denkbeelden van Plato, wiens ideeën het centrale punt vormen waarmee alle filosofische ontwikkelingen in de oudheid in verband kunnen worden gebracht.
‘Boeiende essays met een eigenzinnige visie en aanpak. Ik ken weinig boeken waarin de antieke filosofie op zo’n aanstekelijke wijze tot leven wordt gebracht.’ Hans Dijkhuis in TROUW
Klaus Held (1936) is hoogleraar filosofie. Trefpunt Plato werd een groot internationaal succes.


Philosophen-Hotel

Hotel de Filosoof:
http://www.xs4all.nl/~filosoof/
Unter dieser Adresse finden Sie ein Amsterdamer 3-Sterne Hotel in ruhiger Nachbarschaft zum Vondelpark, das sich ganz der Philosophie verschrieben hat (Interieur der speziell eingerichten Zimmer, Zahl: 38; auch eine Bibliothek ist vorhanden). Was hierzulande als vielleicht noch etwas ungewöhnlich gilt ('ist das möglich? geht denn das?'), das ist für den Amsterdamer oft schon eine Selbstverständlichkeit, weshalb das 'Dat moet kunnen!' ein dort of zu hörender bejahender Ausruf ist.


Sloterdijk-Diskussion (Wouter Kusters)

Yahoo! Groups: Sloterdijk:
http://groups.yahoo.com/group/Sloterdijk/
Was hat der deutsche Gegenwartsphilosoph Peter Sloterdijk in dieser Rubrik zu suchen? Zwar dreht sich die hauptsächlich in englischer Sprache geführte Diskussion um Sloterdijk, aber eingerichtet wurde diese Gruppe von dem niederländischen Philosophen Wouter Kusters. Wer sich also an der Diskussion in niederländischer Sprache beteiligen möchte, wird sicher ebenso willkommen sein. Wouter Kusters hat darüber hinaus eine Interpretation in niederländischer Sprache vorgelegt mit dem Titel: Sloterdijks wegen naar Verlichting. (Siehe dort unter Rubrik 'Files')


Die Rezeption Max Stirners in den Niederlanden

Stirner in Holland:
http://www.max-stirner-archiv-leipzig.de/holland.htm
Dieser in deutscher Übersetzung im Max-Stirner-Archiv Leipzig erschienene Beitrag bildet einen Ausschnitt der Dissertation von J.F.M. Koenraadt: 'Van Quack tot Constandse, de receptie van Max Stirner in Nederland' (Erasmus Universiteit Rotterdam, 1986). Von allgemeinem Interesse sind die Anmerkungen und weiterführenden Hinweise des Übersetzers in bezug auf die fachwissenschaftliche Rezeption von Philosophie in den Niederlanden. Der Link direkt zum Beitrag wurde freundlicherweise genehmigt von Kurt W. Fleming vom Max-Stirner-Archiv Leipzig: http://www.max-stirner-archiv-leipzig.de/
Nachtrag Dezember 2007: der Link funktioniert offenbar nicht mehr. Alternativ eine Übersicht in niederländischer Sprache auf der Homepage von Hendrik Jansen: www.hendrikjansen.nl


Nietzsches initiale Krise - Nietzsches initiële crisis

Nietzsches initiale Krise - Die Stirner-Nietzsche-Frage in neuem Licht:
http://www.lsr-projekt.de/nietzsche.html/
Laska betrachtet die einst viel diskutierte "Stirner-Nietzsche-Frage" - ob, wann und wie Nietzsche von Stirner, den er nirgendwo nennt, beeinflusst wurde - aufgrund eines biographischen Fundes in neuem Licht. Er versucht zu zeigen, dass Nietzsches tiefe geistige Krise vom Oktober 1865 durch seinen vorhergehenden Besuch bei Eduard Mushacke ausgelöst wurde. Mushacke ist, was bisher unbekannt war, ein enger Freund Stirners gewesen, und es liegt deshalb nahe, dass der junge Nietzsche bei ihm Stirners damals "sekretiertes" Buch "Der Einzige und sein Eigentum" (1844) kennenlernte. Dieses Buch hat, wie Laska kursorisch zeigt, eine Reihe von Denkern (von Marx bis Habermas) in ihren Anfängen stark erschüttert, so dass die These, es habe Nietzsches "initiale", ihn zum Philosophen erweckende Krise erzeugt, noch plausibler wird. Ob unter dieser Voraussetzung auch neues Licht auf Nietzsches weitere Entwicklung und die Natur seiner "finalen" Krise (Turin 1889) fällt, bleibt zu untersuchen.

NL-Übersetzung:
Nietzsches initiële crisis - Het Stirner-Nietzsche-vraagstuk in een nieuw licht:
http://www.lsr-projekt.de/poly/nlnietzsche.html/


Filosofie Links [fambof]

NL-Linksammlung zur Philosophie:
http://www.fambof.nl/links/filosofie/
Provides an extensive overview of dutch sites in the area of philosophy.
Umfangreiche und regelmäßig aktualisierte Linksammlung niederländischer Webseiten zur Philosophie von Frederik Boven.

 

 



NL-Studium

 

Königlich Niederländische Botschaft - Generalkonsulate in Deutschland

Ambassade van het Koninkrijk der Nederlanden:
http://www.niederlandeweb.de
Niederländisch an deutschen Universitäten - eine komplette Übersichtsliste bietet die Homepage der niederländischen Botschaft in Deutschland an; aktuelle Informationen über Politik, Wirtschaft oder Museen in NL etc. finden Sie hier natürlich auch:
(für die Liste der Universitäten und zahlreiche weitere Informationen siehe dort: Rubrik Informationen für... Schüler und Studenten)


Haus der Niederlande - Münster

Haus der Niederlande:
http://www.hausderniederlande.de
(NL-Homepage in Vorbereitung)
Alter Steinweg 6/7
48143 Münster
In dem ehemaligen 'Krameramtshaus' (virtueller Rundgang möglich) gegenüber der Stadtbibliothek Münster finden Sie gleich mehrere Einrichtungen unter einem Dach vor:

Institut für Niederländische Philologie:
Alles Wissenswerte zum Studium - komplettes Vorlesungsverzeichnis, Studienordnung, Mitarbeiter, Projekte etc. Außerdem Informationen über den zusätzlichen Studiengang Literarisches Übersetzen.

Das Zentrum für Niederlandestudien:
In der Bundesrepublik Deutschland einzigartige Institution der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Außerdem in der Rubrik: Alles über die Studiengänge, komplette Vorlesungsverzeichnisse, Projekte, Publikationen etc.
Tip: Niederlandenet.de - Online-Portal über die Niederlande und die Deutsch-Niederländischen Beziehungen:
http://www.niederlandenet.de

Was stellt das Zentrum für Niederlandestudien eigentlich genau dar?:

Aufgabe und Ziel dieses 'Versuches' (dies ist Neuland!) ist es erstmalig, "[...] den nordwesteuropäischen Kulturraum in all seinen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Äußerungsformen landeswissenschaftlich systematisch zu erfassen und ihn in Forschung und Lehre ebenso wie in der außeruniversitären Öffentlichkeit zu präsentieren. Entsprechend bietet das Zentrum über seinen Forschungsauftrag hinaus einen eigenständigen Magister-Studiengang an, der fachlich interdisziplinär aufgebaut ist. Forschung und Lehre, die nach dem Prinzip des "forschenden Lernens" miteinander verbunden sind, dienen dazu, die europäische Überwindung der Nationalstaaten nicht nur denkerisch nahezubringen, sondern auch auf Berufsausübung im nordwesteuropäischen Raum selbst (NL, B) oder auf Tätigkeitsfelder im eigenen Land mit dem Schwerpunkt Niederlande und Belgien vorzubereiten. Der interdisziplinäre Studiengang ist so angelegt, daß Tätigkeiten in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur gleichermaßen aufgenommen werden können." (Zitat aus der Rubrik 'Aufgaben & Ziele')

Bibliotheken:
-Zentrum für Niederlande-Studien
-Institut für Niederländische Philologie
-Sondersammelgebiet Niederländischer Kulturkreis.
(Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr.)

Dokumentationsstelle:
(Niederländische Version der Seite ist bereits aufrufbar)
Recheremöglichkeit in fünf großen niederländischen Tageszeitungen; Zeitungen/Zeitschriften; Pressemitteilungen, Brochüren, Parteiprogramme, Stellenanzeigen etc.

Weitere Rubriken:
Im Zunftsaal des Hauses der Niederlande sind ferner regelmäßig Ausstellungen zu sehen. Natürlich fehlen auch weitere ausführliche Informationsrubriken zu Weiterbildung, Veranstaltungen, Einrichtungen, Universität Münster und zur Stadt Münster nicht.


Forschungsdatenbank Niederlande-Belgien

Online-Recherche - Forschungsdatenbank:
http://www.forschungsdatenbanknl.de/
Hier erhalten Sie einen ausgezeichneten Überblick über die seit 1995 in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführten Studien und Projekte auf dem Gebiet der Niederlande- und Belgienforschung. Die Bestandsaufnahme für den Zeitraum 1995-2002 kann alternativ in der entsprechenden Buch-Dokumentation nachgelesen werden (siehe Info auf der Startseite).


Nederlandistik Wien (Österreich)

NedWeb - Online-Informationen für die Nederlandistik:
http://www.ned.univie.ac.at
Internet-Cluster der Nederlandistik Wien mit vielfältigen Informationsseiten zur niederländischen Literatur, Kultur und Sprache.

NedWeb-Links:
http://www.ned.univie.ac.at/links/
Die (mir bisher bekannte) ausführlichste deutschsprachige Linksammlung relevanter Webseiten in den NL der Nederlandistik Wien (optional in D, NL und GB).


Wörterbücher

Online-Nachschlagequellen (Tip: am besten kombiniert verwenden):

Mijn Woordenboek:
http://www.mijnwoordenboek.nl/vertalen.php
Vertalen. nu:
http://www.vertalen.nu
Uitmuntend:
http://www.uitmuntend.de

Van Dale Taalnet:
http://www.vandale.nl
'Bestes' Wörterbuch: Van Dale. Regeln zur Rechtschreibung NL , D oder F, Fachsprachen und vieles mehr. Auf der Internetseite gibt es ein Online-Wörterbuch zum Nachschlagen.

 



Links NL

 

Allgemein / Linksammlungen

Ratgeber - Niederlande:
http://www.ratgeber-niederlande.de
Eine gute Einstiegsseite für die Informationssuche ist diese angenehm überschaubare Linkliste (Konsulate, Ministerien, Wirtschaft, Feiertage, Kommunikation uvm.) in deutscher Sprache.

The World Factbook page on Netherlands:
http://www.odci.gov/cia/publications/factbook/geos/nl.html
Überlick, Karte und Basisinformationen über die Niederlande der CIA (Central Intelligence Agency).

NedWeb-Links:
http://www.ned.univie.ac.at/links/
Die wohl ausführlichste deutschsprachige Linksammlung relevanter Webseiten in den NL aus Wien (siehe Beschreibung in Rubrik 'NL-Studium').

Linklijst:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/niederlandist/linklijst.htm
Übersichtlich gestaltete Linkliste der Ruhr-Universität Bochum.

holland-news.de - Egon Boesten:
http://www.holland-news.de
News, Berichte, Kolumnen und Informationen rund um das Thema Niederlande in deutscher Sprache.


Sprache

Genootschap Onze Taal (NL-sprachige Webseite):
http://www.onzetaal.nl
Auf der Webseite der in NL bekannten und seit 1931 bestehenden Vereinigung von und für Sprachliebhaber finden sich unzählige lohnenswerte Links und Informationen zum Thema 'niederländische Sprache'.

Meertens Instituut (NL-sprachige Webseite):
http://www.meertens.knaw.nl
Onderzoek en documentatie van Nederlandse taal en cultuur - (Wissenschaftliche) Untersuchungen und Dokumentationen der niederländischen Sprache und Kultur.

Dideldom.com (NL-sprachige Webseite):
http://www.dideldom.com
Groninger verhalen, gedichten, limericks en mijmeringen - Website für alle, die den Groninger Dialekt auf lebendige Weise besser kennen lernen möchten.

buurtaal-Blog - Niederländisch für Deutsche, Deutsch für Niederländer:
http://www.buurtaal.de
Ambitionierte Homepage mit Blick auf Sprache, Mentalität und Kultur von Alexandra Kleijn.


Literatur / Poesie

Digitale bibliotheek voor de Nederlandse letteren:
http://www.dbnl.org

Unentbehrlich für die Online-Recherche zur niederländischen Sprache, Literatur und Kulturgeschichte.

Project Laurens JZ Coster:
http://cf.hum.uva.nl/dsp/ljc
Größte Internetbibliothek klassischer Literatur in niederländischer Sprache im Internet. Eine tolle Sache für alle, die jeden Werktag ein niederländisches Gedicht per E-mail zugeschickt bekommen möchten ist die 'Coster-rondzendlijst'. Direkt zum kostenlosen 'Gedicht-Abo' (Link außer Funktion, Stand Dez. 2007):
http://www.oudenaarden.nl/cgi-bin/majordomo?coster-l:oudenaarden.nl

Stichting Poetry International:
http://www.poetry.nl
News, Aktivitäten und Hinweise rund um das Thema Poesie aus Rotterdam. Informationen und Berichte über den 'Landelijke gedichtendag'. Am 25. 01. 2001 fand in den Niederlanden zum zweiten Male landesweit ein 'Gedichtetag' statt, mit vielen Aktionen, Lesungen, Herausgabe eines eigens für diesen Tag verfaßten erschwinglichen Gedichtbandes (2001 von der Dichterin Judith Herzberg) etc. Diese aus England übernommene Idee könnte vielleicht auch einmal in Deutschland fruchtbar werden?!

De Muurgedichten van Leiden:
http://www.muurgedichten.nl
Das Stadtbild von Leiden ist verziert mit rund 70 internationalen Gedichten auf verschiedenen Hauswänden und Mauern, denen regelmäßig neue hinzugefügt werden (seit 1992, Projekt 'Gedichten en muren'). Wieder eine tolle Idee, wie ich meine. Auf dieser Homepage sind alle Gedichte versammelt. Überdies kann man die Gedichte auch als elektronische Postkarten verschicken. Eine detailliert beschriebene Rundwanderung ermöglicht es Besuchern in Leiden, eine gezielte Tour zu unternehmen. Eine virtuelle Rundwanderung ist selbstverständlich ebenfalls möglich. - Wenn Sie Lust haben, versuchen Sie sich dort doch einmal als Übersetzer! Ed Visser, Webmaster dieser Webseite, freut sich bestimmt über Ihr Engagement! (Meine Übersetzung eines Gedichtes von Judith Herzberg ist dort freundlicherweise aufgenommen worden)

'Verhalen' - Geschichten:
http://www.beleven.org/verhalen
Diverse (auch klassische) Geschichten in niederländischer Sprache sind auf dieser Website der Stiftung 'Beleven'zu finden. Man kann mittels Stichworten, Feiertagen, Themen etc. suchen. Ab September 2002 gibt es wieder einen Kalender mit je einer Geschichte pro Feiertag. (Die Stiftung, mit Sitz in Arnheim, hat sich auf die Entwicklung und das Angebot von Aktivitäten, Unterrichtsprogrammen und Projekten für multikulturelle Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 16 Jahren spezialisiert.)

'gezellig literair':
http://www.kannibaal.nl
Gedichte, Kunst, Flashfilme, Musik, Geschichten, Interviews und eine gute Portion Polemik gibt es auf dieser unterhaltenen Literaturwebsite in niederländischer Sprache.

Flämische Literaturzeitschrift 'yang':
http://www.yangtijdschrift.be/
Eine der führenden Zeitschriften auf dem Gebiet flämischer Literatur. Ausgezeichnet von der Provinz Antwerpen mit dem Preis für die beste literarische Zeitschrift. Spezielle Dossiers etc. Gäste waren unter anderem Louis Paul Boon, Pjeroo Roobjee und Pol Hoste.
'Yang' bleibt nicht auf flämische Literatur beschränkt, wie mir der Delfter Autor J.Z. Herrenberg freundlicherweise mitteilte - bei 'Yang' erschienen mehrfach Auszüge aus Herrenbergs Romanprojekt 'Door het Oog van de Cycloon'. Jede Ausgabe der Zeitschrift befasse neben erzählender Prosa und Gedichten auch tiefgründige Essays, zu literarisch, philosophisch sowie politisch relevanten Themen.


Bücher... 'typisch niederländisch?!':

The UnDutchables:
http://www.undutchables.com
Das Buch von Colin White und Laurie Boucke mit dem Titel: "The UnDutchables an observation of the netherlands: its culture and its inhabitants." ist seit langem ein Renner. Niederländische Ausgabe: Nijgh & Van Ditmar (Amsterdam), übersetzt von Justus van Oel & Paul Heijman. Die Homepage ist diesem Buch gewidmet. Auf humorvolle Weise erfahren Sie hier alles darüber, was 'typisch' niederländisch ist. Auf der in englischer Sprache gehaltenen Webseite können Sie sich schon einmal etwas einlesen...

Doe maar gewoon. 99 Tips voor het omgaan met Nederlanders. (In ndl. Sprache)
Von Hans Kaldenbach. Prometheus Verlag Amsterdam. ISBN 90-533-3291-x.
Humorvolle Tips 'zum Umgang mit den Niederländern' für Ausländer, die in den Niederlanden leben.

Hallo Nachbar!... ... Dag Buurvrouw!
Herausgegeben von der Deutschen Botschaft in Den Haag. secolo Verlag ISBN 3-929979-41-1. Der Band vereinigt mehr als 80 Karikaturen zum niederländisch-deutschen Verhältnis und zeichnet ein amüsantes Bild zweier Nachbarn in Europa. (In niederländischer und deutscher Sprache, viele Illustrationen)

Vorbild Niederlande?
Tips und Informationen zu Alltagsleben, Politik und Wirtschaft; mit Niederlande-Lexikon. Hrsg. von Bernd Müller. Agenda Verlag Münster 1998. ISBN 3-89688-026-8. Neben dem praktischen Lexikon inklusive Adreßteil viele hintergründige Beiträge (z.B. wird hier einmal auch die häufig gepriesene holländische Liberalität von den Autoren kontrovers diskutiert). Sehr empfehlenswert!
Dieses Buch wurde von der Landeszentrale für politische Bildung, Nordrhein-Westfalen, gefördert. Hier kann das Buch (im Unterschied zum Buchhandel) kostenlos angefordert werden:
Landeszentrale für politische Bildung Nordrhrein-Westfalen:
http://www.lzpb.nrw.de

Zwischen Pommes und Praline.
Mentalitätsunterschiede, Verhandlungs- und Gesprächskultur in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Nordrhein-Westfalen. Ute Schürings. Hg. von Georg Michels und Bernd Müller. agenda Verlag Münster 2003/2004, ISBN 3-89688-169-8. Ebenfalls über die Landeszentrale für politische Bildung NRW (siehe hierüber) zu beziehen. Info über das Buch: Wie übt man in den Niederlanden Kritik? Warum sind in Belgien ausgedehnte Geschäftsessen so wichtig? Wonach sollte man in Luxemburg lieber nicht fragen? Unterhaltsam und anschaulich informiert die Autorin über Kulturunterschiede im Geschäfts- udn Alltagsleben, über Mißverständnisse und Fettnäpfchen in der interkulturellen Kommunikation. Der Text basiert auf Interviews mit Geschäftsleuten, Wissenschaftlern, Journalisten und Unternehmensberatern. Es geht um Verhandlungen und Protokollführung, Duzen und Siezen, unterschiedliche Begriffe von Höflichkeit - und ganz nebenbei erfährt man auch noch einiges über Kultur, Geschichte und Politik.

Onbekende Buren. (In ndl. Sprache)
von Dik Linthout, Atlas 2000, 174 S., ISBN: 90-450-02043
Deutsche und Niederländer - zwei Nachbarn mit einem besonderen Verhältnis. Niederländer finden Deutsche nicht besonders nett. Die Deutschen hingegen finden Niederländer sehr wohl sympathisch, tolerant, frei und umgänglich. Wie kommen diese unterschiedlichen Haltungen zustande? Liegt es an der stark auseinanderlaufenden historischen Entwicklung beider Länder? Dik Linthout - Mitarbeiter des Goethe-Instituts Amsterdam - versucht in seinem Buch die Unterschiede anzugeben, die Vorurteile zu benennen und hierfür Erklärungen zu geben.

The Netherlands in Perspective. (In engl. Sprache)
von William Z. Shetter. Herausgegeben vom Nederlands Centrum Buitenlanders. Cop. Shetter, 1997.

Typisch Nederlands. (In ndl. Sprache)
Vademecum van de Nederlandse identiteit. Hermann Vuijsje/Jos van der Lans. Uitgeverij Contact, Amsterdam/Antwerpen 2000, ISBN 90-254-9533-8. Informatie over de auteurs: Hermann Vuijsje is socioloog, journalist en schrijver van onder andere 'Correct - Weldenkend Nederland sinds de jaren zestig' (1997). Jos van der Lans is cultuur-psycholoog en journalist. Sinds 1999 is hij Eerste-Kamerlid voor Groen Links. Samen schreven zij 'Lage landen, hoge sprongen', een culturele geschiedschrijving van Nederland in de twintigste eeuw. Informatie over het boek: Wie zijn wij? Lange tijd vonden we het in Nederland een beetje eng om die vraag te stellen. Boeken over Nederlandse eigenaardigheden werden vooral door en voor buitenlanders geschreven: 'how to behave' tegenover 'those incredible Dutch?' Als Nederlanders zelf de pen grepen om iets over zichzelf te schrijven, was de toon altijd ironisch. 'Typisch Nederlands' maakt korte metten met deze nationale verlegenheid. Eindelijk word ons 'nationale karakter' zonder smiespeligheid uit de doeken gedaan als iets waarover je ironisch kunt zijn, maar ook enthousiast, trots, woedend of verbaasd.

Länderbericht Niederlande.
Geschichte - Wirtschaft - Gesellschaft. Hg. von Friso Wielenga/Ilona Taute. Bundeszentrale für politische Bildung Bonn 2004. 495 S., ISBN: 3-89331-483-0. Information zum Buch: Die Niederlande - so nah und doch so fern. Ein Problem für Deutsche beim Blick auf die Niederlande ist nicht die Fremdheit, sondern das trügerische Gefühl naher Verwandtschaft. Dieses Empfinden kann schnell in die Irre führen und Missverständnisse und Irritationen hervorrufen. Grund genug, sich ein genaueres Bild von den modernen Niederlanden zu machen und Abstand von überkommenen Klischees zu nehem. - Die Artikel dieses Bandes vermitteln ein übersichtliches und differenziertes Bild der neueren niederländischen Geschichte sowie der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation. Die Autoren analysieren ... die Geschichte der Niederlande seit 1945 ... die Bedeutung des Calvinismus ... die neuere Kolonialgeschichte ... die gesellschaftlichen Hintergründe des Umgangs mit den "Reizthemen" Drogenpolitik und Sterbehilfe ... die Einwanderungs- und Integrationspolitik ... die wirtschaftliche Entwicklung seit 1945 ... Raumnutzung und Raumordnung.
Hier kann das unbedingt empfehlenswerte Buch gegen eine geringe Bereitstellungsgebühr plus Versandkosten angefordert werden:
Bundeszentrale für politische Bildung:
http://www.bpb.de


Bücher... Online-Bestellmöglichkeiten:

Bertelsmann Online:
http://www.nl.bol.com
Niederländische Version der auch in D zu findenden Webseite.

Libris:
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Nicht nur im Internet zu finden, übersichtliche ansprechende Webseite.

BoekNet:
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Zuverlässig und übersichtlich.

Jaysar prijsvergelijker:
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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher:
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Zuverlässiger und schneller Dienst für die Suche nach antiquarisch erhältlichen Büchern.

Proxis:
http://www.proxis.nl
Niederländische, englische und französische Bücher sind hier erhältlich.


Suchmaschinen

Hierunter finden Sie eine Auswahl von niederländischen Suchmaschinen. Ob Wetterbericht, Routenplaner, Telefontarife oder Kleinanzeigen, über die Suchfunktion hinaus werden Sie meist mit praktischen Links aller Art versorgt (z.B. Startpagina.nl).

Suchmaschinen:
http://www.startpagina.nl
http://www.zoek.nl
http://www.ilse.nl
http://www.vindex.nl
http://www.google.nl

Metasuchmaschinen:
http://www.vinden.nl
http://www.netmenu.nl
http://www.ixquick.nl


Niederländisches Selbstverständnis

Holland Ring:
http://www.thehollandring.com
Homepage-Ring: Traditionen, Folklore, Niederländische Küche, Elfstedentocht, Klompenmuseum. 'Typisch niederländisches' aus der Sicht von Niederländern, die im Ausland leben.
Auch typisch niederländische Produkte können Sie weltweit in einem Hollandladen ordern. Gehen Sie dazu zum
Poort van Holland. Hollandwinkel:
http://www.hollandpoort.com

De Friesche Elfstedentocht:
http://www.drf.nl/sport/11steden/
Alles über den beliebten Wettlauf auf friesischem Eis.

Das niederländische Selbstverständnis wandelt sich. So sind die beiden Webseiten 'Nederland in het werelddorp' (zum niederländischen Selbstverständnis von kultureller Globalisierung und nationaler Identität) und 'De gewone Nederlander/The Ordinary Dutchman' (Selbstreflektionen eines 'durchschnittlichen' Niederländers) inzwischen nicht mehr im Internet zu finden (Stand 11.12.04).

Linkübersicht zum multikulturellen Zusammenleben in den Niederlanden:
http://multiculturele.pagina.nl


Die niederländische Hausmänner-Homepage:
http://www.huismannen.nl


Tageszeitungen

Aktuelle Nachrichten, Archive etc. der größten niederländischen Tagezeitungen im Internet.

NRC Handelsblad:
http://www.nrc.nl
de Volkskrant:
http://www.volkskrant.nl
Algemeen Dagblad:
http://www.ad.nl
De Telegraaf:
http://www.telegraaf.nl
Trouw:
http://www.trouw.nl


Rundfunk & Fernsehen

De Nederlandse publieke omroep:
http://www.omroep.nl
Die Webseite des niederländischen öffentlichen Rundfunks und Fernsehens. Live Audio, Senderübersicht, Fernsehsender, Programmübersichten, ausgezeichnete Suchfunktion etc. Hier finden Sie alles, was Sie zu diesem Thema suchen. Ferner dort:

Nederlandse Programma Stichting:
http://www.omroep.nl/nps/
Eine übersichtliche, da thematisch strukturierte ('Dokumentarfilme', 'Geschichte' u.a.) Programmseite für TV, Radio und Web.

BVN-TV - NL Auslandsfernsehen:
http://www.bvn.nl
BVN ist der öffentlich-rechtliche Fernsehsender für Niederländer und Flamen im Ausland mit täglichen Sendungen. Schwerpunkt: Nachrichten und Hintergrundinformationen aus NL und Flandern.


Fremdenverkehr / Bahn / Routenplaner / Wetter / Internetreiseführer

Der niederländische Fremdenverkehrsverein ist der VVV. Hier erhalten Sie Informationen zu Freizeit, Ferien und Hotels in den Niederlanden. Über diese Webseite finden Sie auch die VVV Filialen in Flandern, Belgien.

VVV Niederlande:
http://www.vvv.nl

Nederlandse Spoorwegen:
http://www.ns.nl
Die Homepage der niederländischen Bahn. Bahnverbindungen, Fahrkarten, Reiseinformationen.

LocatieNet:
http://www.lokatienet.nl/
7fach zoomfähige Landkarte, Routenplanung in NL, Verkehrsinformationen etc. - Nützlich für Autofahrer.
Für Landkarten, Stadtpläne, Routenplaner etc. siehe auch die allgemeine deutsche Übersicht: http://www.landkartenindex.de

Das Wetter:
Het KNMI (=Koninklijk Nederlands Meterologisch Instituut):
http://www.knmi.nl
'Die Wetterseite':
http:/weer.pagina.nl

Internetreiseführer:
Der ANWB: http://www.anwb.nl (vergleichbar dem ADAC in Deutschland) hat 2001 einen praktischen Internetreiseführer für die virtuelle Reise durch die Niederlande herausgegeben. In niederländischer Sprache: NEDERLAND ON LINE. ISBN 90-18-01339-0.


Statistiken / Politische Parteien / Beratungsorgane

Offizielle statistische Informationen über die Niederlande oder Belgien:

Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS):
http://www.cbs.nl

Nationaal Instituut voor de Statistiek (NIS-INS)
http://www.statbel.fgov.be

Political Resources on the Net (engl.):
http://www.politicalresources.net
Informationen zu Politische Parteien, Medien, Organisationen, Parlament u.v.m.

Documentatiecentrum Nederlandse politieke partijen (DNPP):
http://www.rug.nl/dnpp/
Übersichten und Dokumentationen des DNPP der Rijksuniversiteit Groningen zu den einzelnen Parteien.

Zentrales Planungsamt - Centraal Planbureau (CPB), Sprachen: NL, GB:
http://www.cpb.nl

Sozialökonomischer Rat - Sociaal-Economische Raad (SER), Sprachen: D, E, F, GB, NL:
http://www.ser.nl

Stiftung der Arbeit - Stichting van de arbeid, Sprachen: D, E, F, GB, NL:
http://www.stvda.nl


Stadt Amsterdam

Stadt Amsterdam:
http://www.amsterdam.nl
Die Homepage der Hauptstadt der Niederlande ist eine ausgezeichnete Stadtseite mit Online-Stadtplan. Hier finden Sie alle erdenklichen Informationen. Einwohner: ca. 800 000 (bei 400 000 Fahrrädern). Regierungssitz ist Den Haag.

Amsterdam Hotspots:
http://www.amsterdamhotspots.nl
Website aus und über Amsterdam in engl. Sprache mit breitem Informationsangebot (Stadtplan, Hotelbuchung, Essen und Trinken, Events, Forum uvm).

Amsterdam Tourist Office
-Stationsplein 10
-Centraal Station, Gleis 2
-Leidseplein 1, Ecke Leidsestraat
-Argonautenweg, Stadionplein
-Holland Tourist Information Amsterdam Airport Schiphol
Telefonische Auskunft: +31 900 400 40 40
E-mail: info@amsterdamtourist.nl
Internet:
http://www.visitamsterdam.nl
http://www.visitholland.nl
http://www.noord-holland-tourist.nl
Hotelreservierungen:
Amsterdam Reservation Center
Tel. +31 777 000 888
E-mail: reservations@amsterdamtourist.nl

Amsterdam Museumstadt
Die wichtigsten Ausstellungen, Adressen und Öffnungszeiten von Museen in Amsterdam stehen auf folgender Website (bis 04/2001) zur Verfügung:
(Amsterdam Winter Adventure)
http://www.visitamsterdam.nl.

Hierunter finden Sie eine kleine Auswahl:

Amsterdamer Rijksmuseum:
http://www.rijksmuseum.nl
Virtueller Rundgang möglich (besondere Qualität: einzelne Exponate sind maximal zoomfähig).

Von Gogh Museum:
http://www.vangoghmuseum.nl

Stedelijk Museum of Modern Art:
http://www.stedelijk.nl

Museum Het Rembrandthuis:
http://www.rembrandthuis.nl

Parkgebühren
Bitte beachten Sie, daß auf den Straßen der Innenstadt die Gebühr für einen Tag sehr hoch sind (Stadtmitte und Zentrum ca. 4,60 EUR und 3,60 EUR pro Stunde). Wenige kostenlose Abstellmöglichkeiten für Ihren PKW finden Sie noch außerhalb des Stadtringes A10. Von dort können Sie dann meist bequem mit der Straßenbahn die Innenstadt erreichen. Ausführlich über Parken, Taxi, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel u.v.m. informiert die Homepage 'Bereikbaar Amsterdam' der Gemeinde Amsterdam:
http://www.bereikbaar.amsterdam.nl/live/main.asp

Botanischer Garten
Zur Entspannung schauen Sie doch vielleicht einmal in den Botanischen Garten hinein.
Hortus Botanicus:
http://www.hortus-botanicus.nl


Niederländische Spezialitäten...

...soll es ja angeblich nicht geben, was natürlich Unsinn ist. Man denke an die Eintopfgerichte, Pfannkuchen, diversen Brotbelag, die speziellen Süßigkeiten zu Nikolaus usw.

Sehr gut sortiert (an Rezepten) ist weiterhin die Website 'De Hollandse Pot real Dutch recipes':
http://www.hollandsepot.dordt.nl/

Rezepte für den Hobbykoch sowie Verbraucherhinweise uvm. bietet die Website 'Nachbarland Niederlande' - eine Initiative der niederländischen Agrarwirtschaft:
http://www.nachbarland-niederlande.de/ - mit Ende des Projektes (2003) wird die Homepage leider nicht weitergepflegt.

Ein für die meisten Deutschen sicher selteneres kulinarisches Erlebnis ist die surinamische Küche. Oder haben Sie etwa schon einmal 'kousenbanden', 'Cassave', 'antroewa' oder 'Madam Jeanette' probiert? Sollten Sie aber! Eine hervorragende Zusammenstellung von Rezepten inklusive ausführlichen Erläuterungen auf Niederländisch finden Sie hier (Tip!):
http://www.surinaamseten.nl


Arbeit

Welche Ausbildungen gibt es in den Niederlanden? Welche Stellen sind zu besetzen? Was könnte 'Radio- und TV-Techniker' auf Niederländisch heißen? Informationen, Stellenangebote, Ausbildungen, Arbeiten in den Niederlanden, Statistiken etc. finden Sie auf der 'Arbeitsseite', herausgegeben vom Arbeidsbureau Nederland und Veronica Digitaal B.V.
De Werksite - umfangreichste Arbeitsinitiative in den NL im Internet:
http://www.werk.net


Sinterklaas - Nikolaus

Nur zur Nikolauszeit (inter-)aktive Website rund um das Thema 'Nikolaus'. Historisches, Spiele, der 'einzige echte Gedichtegenerator vom heiligen Nikolaus' u.v.m. runden die 'einzig wahre' Sinterklaas-Seite im Internet ab.:
http://www.sint.nl


... wenn Sie nun Lust auf einen Sprachkurs bekommen haben?:

Als Einstieg in die niederländische Sprache ist folgendes Lehrbuch sehr zu empfehlen:

'Taal vitaal'
Hueber Verlag, ISBN 3-19-005252-2. (Hueber Verlag im Internet: http://www.hueber.de, hier können Sie u.a. auch einen Einstufungstest downloaden.) Aus dem Vorwort: "Taal vitaal ist ein Niederländischkurs für erwachsene und jugendliche Anfänger, der es Ihnen ermöglicht, sich in den wichtigsten Alltagssituationen zu verständigen. Er ist für 60 Unterrichtsstunden konzipiert und bereitet auf das Zertifikat Niederländisch des Deutschen Volkshochschulverbandes vor.
Das Lehrwerk besteht aus dem Kursbuch, einem Arbeitsbuch und zwei Cassetten/CDs [...]."

Tip: Stichwort 'niederländisch' in die Suchmaske bei Amazon eingeben - diverse (teilweise auch preiswerter gebraucht erhältliche) Sprachführer und Lehr- sowie Wörterbücher werden gelistet:
http://www.amazon.de

Niederländisch Kurse in Münster gibt es bei vielen Einrichtungen. Zuletzt habe ich selbst beim asb Münster Kurse - in angenehmer Atmosphäre und je nach Bedürfnis der KursteilnehmerInnen - gegeben:
http://www.asbmuenster.de

 

Hinweis: Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zur Rubrik 'Phil. in NL' haben, schreiben Sie mir.

 

 

(c) Alle Rechte vorbehalten, 1999ff.
Kirstin Zeyer, Münster,
http://www.kirstin-zeyer.de